Bereits zu Beginn des Jahres hatten Landrat Klaus Peter Söllner und Kulmbachs 2. Bürgermeister Frank Wilzok Bürger gebeten, die örtlichen Alten- und Pflegeheime zu unterstützen. Zahlreiche Bewohner und Kontaktpersonen sowie viele Mitarbeiter hatten sich mit dem Coronavirus infiziert oder mussten sich in Quarantäne begeben. Händeringendend wurde nach Freiwilligen gesucht, die die ausgefallene Arbeitskraft überbrückend auffangen konnten.

Eine große Zahl an Helfern meldete sich damals und ging fortan dem Fachpersonal in den Einrichtungen zur Hand. "Ich bin äußerst dankbar, dass sich so viele Menschen bereiterklärt haben, in dieser Ausnahmesituation ihre Unterstützung anzubieten. Unser aller Ziel war es, den Bewohnern der Heime ihren gewohnten Tagesablauf zu ermöglichen und die Standards im Bereich der Pflege und Betreuung aufrechtzuerhalten. Das hat auch dank der ganzen Freiwilligen sehr gut geklappt, dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken", so Oberbürgermeister Ingo Lehmann.

Infektionszahlen steigen wieder

Die Infektionszahlen im Landkreis Kulmbach waren zwischenzeitlich gesunken, stiegen allerdings zuletzt wieder deutlich an. Daher rufen Oberbürgermeister Ingo Lehmann und der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek die Bürger erneut dazu auf, auf freiwilliger Basis ihre Unterstützung einzubringen. In einem Schreiben des Gesundheitsministers an die Stadt Kulmbach heißt es: "Zur Unterstützung der Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser werden aufgrund der aktuellen Entwicklungen vielerorts Freiwillige benötigt, die vor Ort zur Entlastung der Mitarbeiter ganz erheblich beitragen können. Vielen Bürgern ist es nicht unbedingt bekannt, welchen Einsatz ihr Krankenhaus oder ihr Pflegeheim für die Gesundheit oder gar das Leben der ihnen anvertrauten Personen leistet und wie ausgelaugt die Mitarbeiter in den Einrichtungen sind, die bereits seit Monaten ihr Bestes geben und unzählige Überstunden angehäuft haben."

Aus diesem Grund wenden sich nun Staatsminister Holetschek und Oberbürgermeister Lehmann gemeinsam an die Bevölkerung. "In zwei Bereichen wird derzeit immer Hilfe benötigt. Daher möchten wir Sie bitten, sich - soweit es Ihnen möglich ist - zu melden und Ihre Unterstützung anzuzeigen. In einer Pandemie wie dieser müssen wir als Gesellschaft zusammenhalten und da kommt es auf die Bereitschaft eines jeden Einzelnen an." red