Um einen Überblick über die Verbreitung von Mehlschwalbe, Rauchschwalbe und Mauersegler im Biosphärenreservat zu bekommen, hat die Bayerische Verwaltung des Unesco-Biosphärenreservats Rhön im Juni und Juli gemeinsam mit der Bevölkerung nach Vorkommen dieser drei gebäudebrütenden Vogelarten gesucht und dabei viel Unterstützung bekommen. Circa 150 Einzelmeldungen aus Bayern, Hessen und Thüringen konnten im Erfassungszeitraum entgegengenommen werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Biosphärenreservats.

Durch Renovierungsarbeiten an Gebäuden, zunehmende Versiegelung von Flächen sowie Klimawandel und Insektensterben sind Mehlschwalben, Rauchschwalben und Mauersegler zunehmend bedroht und finden immer weniger Nistplätze, weswegen die beiden Schwalbenarten bereits als gefährdet gelten.

35 Mehlschwalbennester

Mit circa 100 Meldungen von Niststandorten wurde die Mehlschwalbe mit Abstand am häufigsten gemeldet. Ihre Nester baut die Mehlschwalbe immer außen an Gebäuden, meist unter Dachvorsprüngen. An einem Standort wurden sogar bis zu 35 besetzte Mehlschwalbennester nachgewiesen.

Rauchschwalbennester finden sich immer innerhalb von Gebäuden, oft in Scheunen oder Ställen. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, gingen im Erfassungszeitraum circa 30 Meldungen von Standorten mit meistens ein bis fünf Rauchschwalbennestern ein. Die höchste Anzahl an Rauchschwalbennestern lag bei 17 bzw. 20 Nestern pro Standort. Es gab circa 50 Mauersegler-Meldungen.

Rhönerinnen und Rhöner, die schon lange Schwalben an ihrem Haus haben, können ihre Beobachtungen und Erfahrungen gerne der Projektverantwortlichen Tina Bauer melden (artmeldungen@reg-ufr.bayern.de). red