Das Zauberwort heißt Integriertes Stadtentwicklungskonzept (Isek). Drei Planungsbüros stellten dem Gemeinderat Dormitz in einer Sondersitzung ihre Ideen hierzu vor.
Ausgeschrieben hatte der Gemeinderat die Überprüfung und Neubestimmung der gemeindlichen Entwicklungsziele unter Berücksichtigung der demografischen Rahmenbedingungen, die Festlegung von räumlichen und sachlichen Handlungsschwerpunkten, die Anpassung der sozialen Infrastruktur sowie Maßnahmen zur Wohnstabilisierung und zur Dynamisierung von Wirtschaft und Gemeinwesen. Bei allen drei Büros waren die Schwerpunkte und Handlungsfelder ziemlich deckungsgleich. So ist die Hauptstraße als Verkehrsader ein schwer belasteter Raum, der die Gemeinde in zwei Teile trennt. Ebenso fehlt eine Dorfmitte. Mehr Wohnraum für Familien und eine Belebung des öffentlichen Raumes wären wünschenswert.


Neues Leben in alten Häusern

"Dormitz hat Potenzial, aber man weiß noch nicht so recht, wie man es anpacken soll", meinte Bürgermeister Holger Bezold. Entwickelt werden müsse ein Leitbild für die Gemeinde. Dazu gehöre zum Beispiel auch, neues Leben in alte Häuser zu bringen.
Gleichzeitig zeichne sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, eines verstärkten Umweltbewusstseins sowie sich verändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen die Notwendigkeit der Innenentwicklung ab, so die Referenten. Ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept sei sowohl Arbeitsgrundlage als auch rechtliche Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln.
Die Herangehensweise erfolgt in vier Schritten. Auf der Basis der Bestandsanalyse werden Stärken und Schwächen ermittelt. Danach werden Antworten auf die Frage gesucht, wie Dormitz in Zukunft aussehen soll. Dann geht es an die Umsetzung: Welche Maßnahmen haben Priorität und welche können verschoben werden? Im letzten Schritt steht dann das Monitoring, also die Überprüfung der Umsetzung im Vordergrund.
Um das Konzept auf eine breite Basis zu stellen sowie eine hohe Akzeptanz zu erreichen, sollen die Bürger mit einbezogen werden. Die Räte werden in der nächsten Sitzung beschließen, welches Planungsbüro den Auftrag erhalten soll.