Stefan Motschenbacher Am morgigen Freitag, 26. Oktober, beginnt der Kartenvorverkauf für die Theatertage Schwürbitz. Nach dem stressigen Jahresverlauf mit einigen krankheitsbedingten Ausfällen lautete das Motto der Truppe: "The Show must go on!", was man im Falle der Schwürbitzer übersetzen müsste mit: "Miä sbilln auf jäidn Foll!"

So hat Tausendsassa Julius Fischer nicht nur für das richtige Stück gesorgt, welches "Des Erbschaftsschränkla" heißt und natürlich im Dialekt gespielt wird. Er ist es auch, der mit dem Bautrupp für die Bühne 2018 zuständig war und zudem noch eine der Hauptrollen übernimmt.

Fischer wird den Opa Korbinian spielen, dessen Sohn Lenz wird dargestellt von Stefan Ehrsam, seit langem bekannt auf den Schwürbitzer Brettern. Andrea Appel, noch länger auf der Bühne und mit Julius Fischer Rekordhalterin an Rollen und Jahren im Saal "Zum Hirschen", spielt die Walburga, das zänkische Weib von Lenz. Deren Sohn, der Bertl ist Julian Fleischmann. Er gilt spätestens seit dem letzten Jahr als neues Schauspiel-Juwel auf der Bühne und war in diesem Jahr schon als Diener im Open-Air-Kindertheater "Aladin" zu sehen.

Stefan Fleischmann, der ebenfalls einige Jahre Schauspielerei in Schwürbitz zusammen bekommt, spielt den Nachbar Anton. Zusammen mit seiner Tochter, der Uschi, dargestellt von Annika Engelmann, die im letzten Jahr als Dessousberaterin und 2016 als Braut in Erscheinung trat. Allerhand derbe Rollen übernahm bisher Christine Würstlein und auch in diesem Jahr darf sie als liebenswerte Dorfratsch'n Babett daherkommen. Alexander Pohl war bisher immer seriös zurückhaltend auf der Bühne unterwegs und wird heuer als Antiquar auftauchen. Barbara Backert, die als Anhängsel ihrer schauspielenden Mama schon vor 20 Jahren als Kind auf und hinter der Bühne umher stolperte, ist in diesem Jahr die Amalie.

Ihr Debüt als Regisseurin gibt Sabine Wich, und wer sie kennt, weiß, dass sie ihr ganzes Herzblut in die Inszenierung stecken wird. Gilt es doch, die großen Fußstapfen von Gabriele Freitag zu füllen, die in diesem Jahr als Ehrenmitglied eingeladen sein wird, sich das Theater anzuschauen. Natürlich sind, wie immer, noch viele weitere Hände und Köpfe hinter und neben der Bühne versammelt, um dem Publikum wieder heitere Abende zu bescheren.

Die Termine

Die Aufführungen am 9., 10., 16. und 17. November beginnen um 20 Uhr, am Sonntag, 18. November, um 19 Uhr. Der Saal öffnet jeweils eine Stunde vor dem Vorhang. Karten für die Komödie gibt es in der Raiffeisenbank und der Tankstelle Strobler in Schwürbitz. Eingeladen sind alle Freunde des fränkischen Theaterspiels und vielleicht entdeckt der ein oder andere junge Zuschauer, das hand- und herzgemachte Unterhaltung live und fränkisch eine sehr gute Alternative zu Bildschirm und Handy sein kann. Die Theatergruppe Schwürbitz freut sich auf viel Zuspruch.