Die Regierung von Oberfranken hat auch in diesem Jahr einen Preis für gelungene Integrationsarbeit ausgelobt. Vorgeschlagen werden konnten Initiativen, die sich erfolgreich dafür einsetzen, dass Zuwanderer in der Region Fuß fassen und mit der für sie fremden Kultur vertraut gemacht werden. Ziel ist es, die Integration dauerhaft bleibeberechtigter Personen zu fördern.

Vorgeschlagen werden konnten nachhaltige, erfolgreiche und insbesondere ehrenamtliche Aktivitäten.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz nahm gestern gemeinsam mit dem bayerischen Innen- und Integrationsstaatssekretär Gerhard Eck in Bayreuth die Auszeichnung vor, die mit insgesamt 5000 Euro dotiert war.

Vier Preise vergeben

Prämiert wurden vier Einrichtungen, und zwar der Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Coburg für das Projekt "Treffpunkt Bertelsdorfer Höhe - 20 Jahre - 30 Nationen", die Arbeitsgemeinschaften der Volkshochschulen im Landkreis Hof für die Initiative "Flüchtlinge für Flüchtlinge", die Geschwister-Gummi-Stiftung aus Kulmbach für das Projekt "Frauen für Frauen - Brücke zwischen den Kulturen - Ankommen im deutschen Alltag" sowie die Bürgerstiftung für Jugend und Familie im Landkreis Lichtenfels für das Projekt "Länderübergreifende Begegnungen - Menschen, Kultur, Kulinarisches & Alltagshilfen".

Kulmbacher Idee

Das mit dem dritten Preis ausgezeichnete Projekt der Geschwister-Gummi-Stiftung beruht auf der Idee, Migranten, die bereits in Deutschland auf eine gelungene Integrationsbiografie zurückblicken können und sowohl gesellschaftliche als auch werteorientierte Maßstäbe Deutschlands wie Schulwesen, Haltung zur Bildung oder Zusammenleben repräsentieren und vermitteln können, in den Integrationsprozess für andere Migranten mit einzubinden.

Der Familientreff der Kulmbacher Geschwister-Gummi-Stiftung ist Mittelpunkt eines Netzwerks von Unterstützern, Helferkreisen und Integrationsprojekten sowie Anlaufstelle für Neuzugewanderte.

Für die Jury war diese Initiative beispielgebend und auszeichnungswürdig. red