Das Verständnis gegenüber Schwächeren zu stärken und einen Beitrag zum Tier- und Naturschutz zu leisten, das waren die Ziele einer gemeinsamen Aktion der Kinder in der Minigruppe sowie der Jugendlichen der Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks Kulmbach.

Bereits in der Unterkunft des THW-Ortsverbands werkelten, sägten, bohrten und hämmerten die rund 60 Kinder und Jugendlichen und bauten im Vorfeld 35 Nistkästen. Unterstützt wurden sie durch einige Fachhelfer aus dem Technischen Zug.

"Wir stellten dabei fest, dass doch einiges beim Bau von Nistkästen zu beachten ist. Die passende Lochgröße und wetterbeständiges Holz ist genauso wichtig wie sägeraues Holz, an dem sich die Vögel besser festhalten können. Des Weiteren benötigt der Nistkasten auch eine geeignete Reinigungsklappe", gab die Verantwortliche der Minis, Martina Rupprecht, zu verstehen.

Zusammen mit Stadtförsterin Carmen Hombach trafen sich die Mitglieder der THW-Jugend mit ihren Eltern, Geschwistern und den verantwortlichen Betreuern am Trimm-Dich-Pfad, um ihre selbst gebauten Nistkästen fachgerecht aufzuhängen. Eingangs erzählte die Stadtförsterin einiges über die Natur im Allgemeinen, von den Waldtieren und den heimischen Vögel. "Die Försterin hatte sogar einen alten Nistkasten zum Anschauen dabei, in dem ein Nest mit einem leeren Ei einer Meise war", berichtete Sinah von den Minis begeistert.

Und Jannis ergänzte: "Wir haben auch erfahren, wann die Brutzeit der Vögel ist, wie sie ihre Nester bauen und wie die Lebensweise der Meisen sowie ihre Nahrungsaufnahme ist."

Carmen Hombach gab auch zu verstehen, dass beim Reinigen der Nistkästen Vorsicht geboten ist. "Ich hätte nicht gedacht, dass sich nach einer gewissen Zeit auch Siebenschläfer einnisten. Deshalb soll man immer erst vor dem Reinigen klopfen und lauschen, ob nicht einer herauskrabbelt", entgegnete Junghelferin Amelie.

Carmen Hombach erklärte auch, was beim Anbringen der Kästen zu beachten ist. "Wir mussten sie mindestens auf der Augenhöhe eines Erwachsenen befestigen, nach Süden ausrichten und einen Abstand untereinander von etwa 15 Metern einhalten", sagte Collin von der Jugend. "Und wir durften uns selbst einen geeigneten Baum aussuchen", ergänzte Lea von den Minis.

Ein positives Fazit zogen die Betreuer Jacqueline Baumüller, Martina Rupprecht, Dorothee Schorsch und Lukas Theuer. Sie sprachen von einem lehrreichen Vormittag, der die Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern begeisterte. Ronny Baumüller