von unserem Mitarbeiter Hartmut Klamm

Altenbanz — Geistig frisch feierte Gertrud Gleißner aus Altenbanz im Kreise ihrer Lieben 95. Geburtstag. Sie wurde in Blechhammer Kreis Cosel (Oberschlesien) als sechstes von sieben Kindern geboren.
Nach dem Besuch der Grundschule begann sie eine Lehre als kaufmännische Angestellte in der Papierfabrik, in der ihr Vater Betriebsleiter war. 1943 heiratete sie in Blechhammer Richard Reimann. Aus dieser Ehe ging Sohn Norbert hervor. Ihr Ehemann fiel kurz vor Kriegsende bei Brunn. 1945 musste sie mit ihrem Vater und Sohn Norbert ihre Heimat verlassen. Über Österreich kamen sie nach Stadel. 1952 heiratete sie zum zweiten Mal, und zwar den aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrenden Waldarbeiter August Gleißner. Aus dieser Ehe ging Sohn Harald hervor. Ihre zwei Söhne schenkten ihr acht Enkel und vier Urenkel, die ihr ganzer Stolz sind.

Von Kindern und Enkeln umsorgt

Gertrud Gleißner strickte und arbeitete schwer bei den Bauern im Ort, um ihre Familie mit zu ernähren. 1995 verstarb ihr zweiter Ehemann August. 1973 baute sie zusammen mit ihrem Sohn Harald ein hübsches Haus in Altenbanz, in dem sie heute ihren wohlverdienten Ruhestand, umsorgt von ihren Kindern und Enkeln, verbringt. Trotz ihres hohen Alters kann sich Gertrud Gleißner noch weitgehend selbst versorgen. "Nur an den Herd kann ich mich nicht mehr stellen", erzählte das Geburtstagskind. Wenn es ihre schmerzenden Beine zulassen, besucht sie noch den Gottesdienst in der Laurentius-Kirche in Altenbanz.
Neben vielen Nachbarn, Freunden und Verwandten übermittelten Ortssprecher Jürgen Hagel, Pfarrer Hans Werner Alt, Landratstellvertreter Hans Peter Marx (SPD) und die Dritte Bürgermeisterin der Stadt Bad Staffelstein, Sabine Scheer (JB), die besten Glückwünsche.