Als der Herzogenauracher Gerhard Schwarzmann nach bestandenem Abitur am Erlanger Fridericianum vor der Wahl stand, welchen Berufsweg er einschlagen sollte, da keimte bei ihm nur kurz der Gedanke auf, die Laufbahn eines Piloten bei der Bundeswehr zu ergreifen. Aber die Berufung war stärker - er folgte dem Ruf Gottes und entschied sich für das Priesteramt. Das war vor 50 Jahren.

Viele Stationen und Aufgaben

Dieser Tage feierte der inzwischen 77-jährige Geistliche Rat und Pfarrer im Ruhestand im Nürnberger Wohnheim St. Benedikt sein goldenes Priesterjubiläum. Der am 7. Juli 1942 in der Aurachstadt geborene Schwarzmann wechselte von der Volksschule aufs Fridericianum und studierte danach Theologie. Dabei lernte er mehrere Sprachen und war auch musisch sehr veranlagt.

Nach seiner Priesterweihe im Juni 1969 wurde er Aushilfspriester in Baiersdorf. Die weiteren Stationen waren Kaplan in Bühl, Kaplan in Erlangen-Büchenbach St. Xystus, Kaplan in Neunkirchen und Pfarrverweser in Hetzles. Es folgte die Pfarrer-stelle in Bühl. Weitere Stationen: Schuldekan/Schulbeauftragter in Neunkirchen am Sand, Kolping-Bezirkspräses Pegnitzgrund, Pfarrer in Rückersdorf und Erzbischöflicher Geistlicher Rat, ernannt am Weihnachtsfest 2008. Pfarrer im Ruhestand ist Schwarzmann seit Dezember 2017.

Stadtpfarrer holte ihn daheim ab

Gerhard Schwarzmann wurde am Tag seiner Primiz vor 50 Jahren am elterlichen Haus abgeholt vom damaligen Geistlichen Rat Stadtpfarrer Leonhard Ritter, dem späteren Domkapitular Klemens Fink, Studienprofessor Fritz Fröhlich sowie von den damaligen Kaplänen Willi Pape und Konrad Wegner, die ihn die wenigen Meter von der Engelgasse bis nach St. Magdalena geleiteten, wo er seinen ersten Gottesdienst hielt. Der Geistliche hat noch Kontakt zu den Menschen, die ihn auf seinem Weg begleiteten, vor allem "seine" Rückersdorfer lassen keine Gelegenheit aus, ihren Pfarrer zu besuchen.

Er genießt den Ruhestand

Gerhard Schwarzmann verbringt seinen Lebensabend im Wohnheim St. Benedikt in Nürnberg. lh