Eine besondere Ehrung des Sozialverbands VdK Bayern konnte Gerhard Paternoga entgegennehmen. Er feierte vor wenigen Tagen seinen 98. Geburtstag und bekam von VdK-Kreisvorsitzender Susann Biedefeld im Beisein der stellvertretenden Frauenvertreterin des VdK-Ortsverbands Weidhausen-Sonnefeld, Jana Müller, die Ehrenurkunde samt Treueabzeichen in Gold des Sozialverbands VdK Bayern sowie Präsente des Kreis- und Ortsverbands überreicht.

Mit dieser hohen Auszeichnung wurde die 70-jährige Verbandstreue des Mitglieds gewürdigt. Im Kreisverband Coburg gibt es fast 11 000 Mitglieder. "Allerdings konnten wir erst wenige Ehrungen für 70-jährige Zugehörigkeit in unserer großen VdK-Familie vornehmen", betont Biedefeld. Beide VdK-Repräsentantinnen zollten Paternoga Anerkennung für diese besonders lange Verbandstreue, die schon etwas Besonderes sei. Der gebürtige Schlesier leistete Kriegsdienst in Stalingrad und Neapel. Dort wurde Gerhard Paternoga schwer verwundet.

Über Mundpropaganda geworben

Nach Aufenthalten in Prag und Frankreich erfuhr der Kriegsheimkehrer 1950 durch das Rote Kreuz, dass sein Bruder Helmut in Großgarnstadt lebt und zog schließlich zu ihm. Dort lernte er Paul Riegel kennen. "Durch ihn kam ich zum VdK", erzählt der Senior. Aufgrund der schweren Verwundung ist Gerhard Paternoga Kriegsbeschädigter und wurde von Paul Riegel, der selbst im VdK Mitglied war, im Sozialverband angemeldet. Die Entscheidung hat Gerhard Paternoga bis heute nicht bereut. "Auch mein Bruder war lange Jahre im VdK und hat immer wieder viel Unterstützung erfahren", betont er. ake