von unserer Mitarbeiterin Carmen Schwind

Heiligenstadt — In Oberschwaben und im Allgäu sprach man nur vom "Fürsten", wenn Georg Fürst von Waldburg-Zeil gemeint war. Die Bezeichnung war Ausdruck von Sympathie und Respekt.
Für Monika Schenk Gräfin von Stauffenberg, die Gemeinderätin aus Heiligenstadt, war Georg Fürst von Waldburg-Zeil dagegen vor allem der geliebte Vater. In der Nacht zum Mittwoch ist Georg Fürst von Waldburg-Zeil nun im Alter von 87 Jahren gestorben. Nach einer Herzoperation im Juni hatten ihm die Ärzte nicht mehr viel Zeit prognostiziert: "Nun hat er doch noch ein schönes halbes Jahr zum Leben gehabt", sagt seine Tochter.


"Ein harter Kampf"

Man sei dankbar, "dass er gehen durfte, ohne lange leiden zu müssen. Dennoch waren die letzten Tage ein harter Kampf für ihn, den er aber in absolut bewundernswerter Demut und Großmut ertragen und ausgefochten hat".
Fürst Georg von Waldburg-Zeil hinterlässt seine Ehefrau Marie Gabrielle Prinzessin von Bayern sowie sechs Kinder und 21 Enkelkinder.
Der diplomierte Volkswirt und Träger des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse stand seit mehr als fünf Jahrzehnten einem der bedeutendsten Adelshäuser Süddeutschlands vor. Georg Fürst von Waldburg-Zeil war zudem ein großer Unternehmer. Unter anderem war er Verleger und Miteigentümer der Schwäbischen Zeitung in Leutkirch, Mitgesellschafter der Allgäuer Zeitung und Miteigentümer der Waldburg-Zeil-Klinik-Gruppe.