Der Geopark Schieferland darf sich ab sofort "Nationaler Geopark in Deutschland" nennen. Die Entscheidung, den länderübergreifenden Park mit dem Gütesiegel auszuzeichnen, ist jetzt von der Zertifizierungskommission der Geo-Union "Nationaler Geopark" einstimmig getroffen worden. Damit ist der Geopark Schieferland, der sich über die Landkreise Kulmbach, Hof und Kronach in Bayern sowie die Landkreise Saale-Orla-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt und Sonneberg in Thüringen erstreckt, einer von insgesamt 17 nationalen Geoparks in Deutschland.

Der Entscheidung vorausgegangen war eine eingehende Prüfung durch die geologischen Fachexperten in der Kommission. Bei einer zweitägigen Rundfahrt im November machten sich diese ein genaues Bild vor Ort. Zwischen Hof im Osten des Geoparks und Sonneberg im Westen nahmen die Fachexperten Geotope und Ausstellungen genau unter die Lupe. Bei der Begutachtung zeigte sich, dass die Kernzone des Thüringisch-Fränkischen-Schiefergebirges von deutschlandweiter Bedeutung für die Erd- und Umweltwissenschaften, aber auch für den Geotourismus ist.

Sowohl der eingereichte Zertifizierungsantrag und die Besichtigung vor Ort als auch die Vorstellung konnten die Mitglieder der Zertifizierungskommission schließlich überzeugen.

Freude bei den Landräten

"Das einstimmige Ergebnis ist einmal mehr Ausdruck dafür, dass der Geopark Schieferland auf einem sehr guten Weg ist. Wir freuen uns daher sehr, dass wir uns mit dem Prädikat Nationaler Schieferpark in eine ausgewählte Riege von Geoparks in Deutschland einreihen", so die Landräte aus dem bayerischen Teil des Geoparks Oliver Bär (Hof), Klaus Löffler (Kronach) und Klaus Peter Söllner (Kulmbach).

Die zahlreichen Geotope, die bereits bestehenden 23 Geopfade, die zwei Georadrouten und die drei Geostraßen im Geopark Schieferland sollen künftig durch eine intensive Vermarktung noch mehr in den Fokus gerückt werden. red