Noch sitzt Sofia Öttl in Oberbayern am Computer. "In den Semesterferien arbeite ich immer in einer Firma", erklärt die 21-Jährige. Sie hat sich für ein "Duales Studium mit vertiefter Praxis" in Coburg entschieden und startet im Oktober in ihr drittes Semester im Bachelor Automatisierungstechnik und Robotik.

Sie freut sich aufs Wintersemester in Coburg. Hier bereiten Professoren und die Hochschulleitung Präsenzlehre vor. Sie will im Wintersemester mehr in den Laboren arbeiten, mit anderen in der neuen Hochschulbibliothek lernen und Professoren persönlich treffen.

Als Sofia Öttl vor einem Jahr nach Coburg zog, stand Deutschland kurz vor dem langen Lockdown-Winter. "Ich bin alleine nach Coburg gekommen", erzählt sie. Sie hat eine eigene kleine Wohnung am Albertsplatz in der Coburger Innenstadt. Keine WG, kein Wohnheimzimmer. "Anfangs hatte ich Bedenken, dass ich wegen Corona niemanden kennenlerne, aber die haben sich schnell zerstreut." Die Studenten verabredeten sich in Lerngruppen, zuerst über Online-Plattformen, aber wenn es die Corona-Situation erlaubte, trafen sie sich auch persönlich. "Wir haben uns Themen erarbeitet und uns gegenseitig unterstützt." Zudem kannte jeder von ihnen auch wieder andere Leute und so wuchs der Kreis. Nach zwei Semestern hat Öttl im Studium Freunde gefunden.

Die angehende Ingenieurin schätzt das Familiäre der Hochschule Coburg. "Coburg ist sehr kompakt", erklärt sie. Das macht Begegnungen leicht. Außerdem sind die Wege kurz: "Sogar während der Ausgangssperre konnte man Kommilitonen treffen und mit dem Rad noch rechtzeitig nach Hause kommen." Ihr Studium funktioniert trotz Corona. Sie freut sich auf die geöffneten Hörsäle und Labore im Wintersemester. "Auch darauf, ein bisschen mehr das Studentenleben auszukosten."

Bewerben fürs Wintersemester

Für viele Studiengänge können sich Interessierte noch bis Ende September bewerben (Financial Management: 15. September, www.hs-coburg.de/bewerben). red