Kutzenberg — Im Bezirksklinikum Obermain Kutzenberg wurden am Dienstagnachmittag gleich neun Mitarbeiter geehrt, die seit 25 und seit 40 Jahren dem Bezirksklinikum Obermain Kutzenberg die Treue halten. Heute sei es eher eine Seltenheit, so lange in einem Betrieb zu sein, denn wenn einem einmal etwas nicht passt, "geh ich halt woanders hin, so die Ansicht der Arbeitnehmer", betonte Personalchef Arno Beetz. In einer kleinen Feierstunde wurde deshalb die Leistung der neun Mitarbeiter, die zusammen auf 285 Jahre Kutzenberg zurückblicken können, von Personalchef Arno Beetz gewürdigt.
Der Personalchef überreichte an die Jubilare im Namen des Bezirks Oberfranken die Bezirksmedaille, Urkunde und ein Präsent.
25 Jahre, ja sogar 40 Jahre am ein und demselben Krankenhaus ist eine enorme Leistung, die natürlich gebührend belohnt werden muss, betonte Dr. Christoph Mattern, Chefarzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Diese lange Zeit könne von unseren Kindern und Enkelkindern heute gar nicht mehr erreicht werden. Langjährige Mitarbeiter seien in unserer schnelllebigen Zeit etwas Besonderes, sagte Mattern und würdigte die Verdienste des Pflegepersonals, bei denen Ruhe und Gelassenheit ein unbedingtes Muss ist, in besonderer Weise im psychologischen Bereich.
Die langjährige Treue zeuge von großer Verbundenheit und auch von einer gewissen Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber, die heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist, so Adelgunde Drexler, stellvertretende Pflegedienstleiterin. Es koste viel an Energie und Kraft, im Pflegeberuf zu arbeiten, meinte sie und sprach den Jubilaren ein großes Dankeschön für ihre Leistung aus.
Für 25-jährige Betriebszugehörigkeit wurden geehrt: Michaela Hopf aus Lichtenfels; sie trat 1985 ihren Dienst als Küchengehilfin an. Helga Retsch aus Lichtenfels absolvierte erst eine Ausbildung zur Bürokauffrau und trat 1989 ihren Dienst in Kutzenberg als ärztliche Schreibkraft an. Erfinda Halbig aus Cagayan auf den Philippinen studierte erst Handelswissenschaften am Northern Christian College in Laoag City und ist seit 1985 in Deutschland. Sie trat 1989 als Küchengehilfin am Bezirksklinikum an. Franz-Josef Betz aus Mönchkröttendorf besuchte nach der Grundschule in Isling das Franz-Ludwig-Gymnasium in Bamberg und absolvierte ein Studium zur Psychologie mit Diplom. Er trat 1991 als Diplom-Psychologe in den Dienst des Bezirksklinikums. Im Juni 2014 wurde er zum stellvertretenden Leiter des Psychologischen Dienstes bestellt.
Bernhard Lang aus Bad Staffelstein besuchte nach der Volksschule das Gymnasium in Lichtenfels und absolvierte anschließend das Studium zur Grundschulpädagogik mit Hauptfächern Kunst und Biologie. Von 1987 bis 1990 machte er eine Ausbildung zum Arbeits- und Beschäftigungstherapeuten in Bayreuth und kam 1990 als Ergotherapeut nach Kutzenberg. Ab September 1993 ist er als Leiter der Ergotherapie der Psychologischen Klinik im Dienst, zusätzlich ist er ab Dezember 2002 als Fachvorgesetzter der Ergotherapie im Wohn- und Pflegeheim Kutzenberg tätig.
Alfred Lieb aus Prächting machte nach der Volksschule eine Ausbildung zum Werkzeugmacher und von 1976 bis 1979 eine Ausbildung zum Krankenpfleger am Bezirkskrankenhaus Bayreuth. Nach zweijähriger Tätigkeit an der Kurklinik Lautergrund in Schwabthal kam er 1975 als Pflegehelfer nach Kutzenberg. Es folgte von 1979 bis 1981 die Krankenpflegeschule in Kutzenberg und die Weiterbildung zum Krankenpfleger für Psychiatrie. Zum Gesamtstationsleiter der Stationen 3a und 3b wurde er im Oktober 2006 bestellt.
Wolfgang Maurer aus Prächting machte vorerst eine Ausbildung zum Werkzeugmacher und anschließend von 1976 bis 1979 eine Ausbildung zum Krankenpfleger am Bezirksklinikum Bayreuth. Nach dem Wehrdienst kam er 1975 als Pflegehelfer in der Psychiatrie nach Kutzenberg. 1980 folgte die Bestellung zum stellvertretenden Stationspfleger, 1982 Bestellung zum Stationspfleger, seit 1998 Stationspfleger in der Station B der Orthopädie. Kunigunde Hennemann aus Stublang absolvierte nach der Volksschule eine Ausbildung zur staatlich geprüften Kinderpflegerin und Hauswirtschaftsgehilfin. 1974 trat sie als Stationsgehilfin in der Klinik für Erkrankungen der Atemwege ihren Dienst an. 1979 machte sie die Prüfung zur Pflegehelferin.
Seit Oktober 2002 ist sie als Pförtnerin und Telefonistin in Kutzenberg tätig. Susanne Wendler aus Unterküps besuchte nach der Volksschule die Berufsfachschule für Hauswirtschaft in Vierzehnheiligen und trat 1974 als Stationshilfe und Arbeiterin in der Bettenzentrale/Zentralsterilisation ihren Dienst an. Mit einem Gläschen Sekt wurde auf die lange Betriebszugehörigkeit angestoßen. Heinz Voll