von unserem Mitarbeiter Georg Hütgens

Schönbrunn i. Steigerwald — Aufgrund verschiedener größerer Bau-Projekte muss die Gemeinde ihre freiwilligen Leistungen an Vereine kürzen. So hat der Gemeinderat neue Richtlinien für die Bezuschussung von Vereinen beschlossen. Die gelten bereits mit diesem Jahr. Und auch der Rufbus ist mit dem neuen Jahr Vergangenheit.


Grundschule kostet Geld

Vor dem Hintergrund der Kosten für die Generalsanierung der Grundschule Schönbrunn und für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses wurden die Zuschussrichtlinien für die Vereinsförderung durch den Sport- und Kulturausschuss der Gemeinde Schönbrunn auf Sparpotenziale untersucht - und deutlich "entlüftet". Es gibt im Fall des Falles weniger Geld. Nach insgesamt drei Anläufen hat der Gemeinderat Schönbrunn mehrheitlich neue Zuschussrichtlinien für die Vereinsförderung beschlossenen, die ab sofort für das Kalenderjahr 2015 gültig sind.
Die Gemeinde Schönbrunn fördert durch die Gewährung von Zuschüssen und Beihilfen die Arbeit der örtlichen Vereine und Organisationen auf sportlichem, kulturellem, kirchlichem und gemeinnützigem Gebiet. Mit dieser Förderung will die Gemeinde die Arbeit in den Vereinen, insbesondere aber die Jugendarbeit unterstützen. Die Zuwendungen sind Freiwilligkeitsleistungen der Gemeinde, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Die Bereitstellung der Mittel hängt von der jeweiligen Haushaltslage ab. Mit der Änderung reagierte das Gremium.


Aus für den Rufbus

Der Rufbus ist ein öffentliches Verkehrsmittel, das nach vorheriger Anmeldung von jedermann genutzt werden kann. Ohne Auto, oder ohne Verkehrsanbindung, ist für Menschen eine Selbstständigkeit auf dem Lande nicht mehr möglich. Vor allem für Menschen, die aus Altersgründen nicht mehr fahren können, wird es schwer, den Alltag zu organisieren. Der öffentliche Nahverkehr mit seinen festen Fahrplänen kann diese Problemstellung nicht lösen.
Der Rufbus im Steigerwald bediente bislang die Gemeinden Burgebrach, Burgwindheim, Ebrach, Schlüsselfeld und Schönbrunn mit ihren zahlreichen Ortsteilen. Wie Erster Bürgermeister Georg Hollet (BBL) in der Sitzung berichtete, beabsichtigen die Gemeinden Ebrach und Burgwindheim keinen neuen Rufbus-Vertrag mehr abzuschließen, da der Bus kaum frequentiert wird. Auch in Strullendorf wurde der Bedarfsverkehr wegen mangelnder Nachfrage eingestellt.
Ähnlich sieht es auch in der Gemeinde Schönbrunn aus. Die Räte beschlossen mehrheitlich, für das Kalenderjahr 2016 keinen neuen Vertrag mehr abzuschließen.


Der Boden muss neu rein

Die Bodenbeläge in der Grundschule Schönbrunn haben über 50 Jahre ihren Zweck erfüllt und sind stark verschlissen. Sie sind im Kostenrahmen der Generalsanierung der Grundschule nicht vorgesehen und werden daher nicht gefördert. Insgesamt fallen Kosten von etwa 40 000 Euro an. Die Gemeinderäte entschieden sich mehrheitlich für einen Ersatz der Bodenbeläge.
Hubert Bickel (OLS) sprach sich noch einmal für einen Schulterschluss mit Burgebrach aus. Es sollte eine Vereinbarung getroffen werden, dass die Schule Schönbrunn dauerhaft mit belegt wird, meinte er, damit die Investition für die Sanierung der Schule gesichert sei.