von unserem Mitarbeiter OSwald Türbl

Schondra — Bestürzung bei den Schondraer Ratsmitgliedern löste die Information von Bürgermeister Bernold Martin (CSU) aus, dass der Mittelschul-Standort Schondra in den nächsten Jahren schrittweise aufgelöst wird. Mehrere Marktgemeinderäte forderten in der Sitzung daraufhin, sich schon jetzt Gedanken zur weiteren Nutzung der dann leerstehenden Gebäudeteile zu machen.
Das Sitzungsgeld für die Schondraer Marktgemeinderäte beträgt auch in der neuen Wahlperiode 20 Euro. Da dieser Betrag, ebenso wie die Pauschalentschädigungen für Gemeinderatsmitglieder, erst im Jahre 2008 erhöht worden war, waren die Räte auf der letzten Sitzung übereinstimmend der Meinung, die zugehörige Satzung nicht zu ändern.
Zustimmung erhielt auch ein Antrag der Bayernwerk AG auf Unterkreuzung der Schondra durch eine Stromleitung im Bereich der "Rösse" in Schondra. Der Einsatz von elf zusätzlichen LED-Leuchten erfordert eine Zusatzvereinbarung zu einem bestehenden Vertrag mit der Bayernwerk AG. Wie von Gemeinderat Heiko Schuhmann (Aktive Bürger) angeregt, wird die Zusatzvereinbarung vom Bürgermeister erst dann unterzeichnet, wenn abgeklärt ist, ob Vandalismus-Schäden, wie im Hauptvertrag, ebenfalls abgedeckt sind.

Defizit-Ausgleich diskutiert

Der vom Johannis-Verein als Betreiber der Kindertagesstätte St. Anna vorgelegte Antrag auf Defizit-Ausgleich für das Jahr 2013, führte zu einigem Diskussionsbedarf. Den neuen Ratsmitgliedern war offensichtlich nicht klar, dass der Betrieb eines Kindergartens eine gemeindliche Pflichtaufgabe ist, so dass diese ein Defizit im Bereich der Investitionskosten ausgleichen muss. Kritik gab es auch an der Tatsache, dass auch ein Defizitausgleich im Bereich von Investitionskosten beantragt wurde. Nachdem der Verein erstmals seit 2008 wieder einen Antrag auf Defizitausgleich gestellt hat, einigte man sich auf Vorschlag von Carmen Schaab (Aktive Bürger) darauf, das Defizit von 13 200 Euro auszugleichen, den Verein aber darauf hinzuweisen, dass in Zukunft nur Investitionskosten geltend gemacht werden können.
Abgelehnt wurde der Antrag eines Würzburger Bürgers, ein Grab im Schondraer Friedhof zu erwerben, in dem sein Onkel begraben liegt, da keine direkten Verbindungen des Antragstellers mit der Gemeinde mehr be stehen.

Singenrainer Eigenleistung

Dagegen begrüßte das Gremium die Initiative der Freiwilligen Feuerwehr Singenrain, das Umfeld des Feuerwehrgerätehauses in Eigenleistung zu befestigen. Die Gemeinde übernimmt die Materialkosten; um eine Kostenexplosion zu vermeiden, wurde auf Antrag von Heiko Schuhmann die Zuschussobergrenze auf 2500 festgelegt.
Informationen gab es auch zur geplanten Einstellung eines Jugendsozialarbeiters an der Mittelschule in Bad Brückenau. Dritter Bürgermeister Jürgen Metz (Singenrain) wies auf die demnächst auslaufende Betreuung des DSL-Ausbaus durch den Landkreis hin; die entsprechenden Anträge müssten von der Verwaltung umgehend gestellt werden. Außerdem regte er den Beitritt der Gemeinde zu dem neu gegründeten Verein "Lokale Aktionsgruppe Leader im Landkreis Bad Kissingen" an.