Zu einer gemeinsamen Grenzbegehung auf der Gemarkungsgrenze zwischen den Gemeinden Adelsdorf und Hallendorf, die auch gleichzeitig die Bezirksgrenze zwischen Mittel- und Oberfranken darstellt, luden die beiden Bürgermeister Torsten Gunselmann (FWG) aus Hallerndorf und Karsten Fischkal (FW) aus Adelsdorf die Feldgeschworenen und Gemeinderäte beider Kommunen ein.
"Gut zu Fuß" sollte man sein, aber auch "Adleraugen" haben, denn das sind wohl die wichtigsten Eigenschaften, die einen Feldgeschworenen ausmachen. Das Feldgeschworeneninstitut ist eines der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung. Seit rund 500 Jahren gibt es Feldgeschworene. Sie wirken bei der Kennzeichnung von Grenzen (Abmarkung) mit. Bei ihrer Verpflichtung geloben die auf Lebenszeit gewählten Feldgeschworenen in einer Eidesformel Verfassungstreue, Unparteilichkeit und Verschwiegenheit. Von besonderer Bedeutung ist das "Siebenergeheimnis".
Bei strahlendem Sonnenschein machte sich die Truppe auf den Weg. Bereits am Treffpunkt in Stiebarlimbach verteilte Bürgermeister Gunselmann an jeden Wanderer Luftbilder mit dem eingezeichneten Grenzverlauf, bevor es mit dem Bus in Richtung Weppersdorf ging. Von dort aus ging es dann zu Fuß gute drei Stunden über Ackerflächen und durch den Wald zuerst in Richtung Weppersdorf und Lauf, mit einem Zwischenstopp über die Sandabbaugebiete bei Haid bis hin zur Weiher-kette bei Stiebarlimbach.
Endpunkt war der Roppelt-Keller in Stiebarlimbach, auf den die beiden Bürgermeister alle Beteiligten zur Brotzeit einluden. "Es ist doch immer wieder interessant, wenn die alten Feldgeschworenen die Geschichten zu den einzelnen Grenzpunkten erzählen", befand Bürgermeister Gunselmann. "Es hat aber auch einen wichtigen Hintergrund", ergänzte Bürgermeister Fischkal, "Zweck der Grenzbegehungen ist es, auf die Erhaltung und Sichtbarkeit der Grenzzeichen, insbesondere an den Gemeindegrenzen, hinzuwirken." red