Das Gemeindehaus in Neukirchen darf unentgeltlich durch örtliche Vereine und Verbände für Sitzungen, Besprechungen und Vorträge genutzt werden. Das hat der Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstag beschlossen. Dazu hat die Verwaltung eine Art Satzung erarbeitet. Anlass für Beratung und Beschluss war ein Antrag des VdK-Ortsverbandes Lautergrund. Die Regelung gilt zunächst probeweise bis 31. Juli 2020. Über Auflagen für die Nutzung, zum Beispiel rechtzeitige Anmeldung und Reinigungspflicht, informierte Bürgermeister Karl Kolb (ÜPW). Er machte auch deutlich, dass die Belange der Gemeinde stets Vorrang haben und auch auf die Mieter der Wohnung im Obergeschoss Rücksicht genommen werden müsse. Nach Ablauf einer "Probezeit" werde die Verwaltung dem Gemeinderat berichten. Dieser werde dann über die Nutzungsmöglichkeit weiter entscheiden. "Wir werden sehen, wie es läuft", sagte Kolb.

Auf den Weg bringen möchte der Bürgermeister einen Arbeitskreis "Klima- und umweltfreundliches Lautertal". Dessen maximal acht Mitglieder sollen Vertreter der im Gemeinderat vertretenen Parteien und Wählervereinigungen sowie Mitarbeiter der Verwaltung sein. Fachleute sollen hinzugezogen werden, im Oktober soll das Gremium seine Arbeit aufnehmen. "Ich möchte jedoch deutlich machen, dass gerade Lautertal auf dem Gebiet Klima und Umwelt in der Vergangenheit schon sehr viel gemacht hat, sowohl im privaten als auch kommerziellen Bereich. Lautertal hat auf seinem Territorium einen großen Solar- und ebenso einen Windpark. Wir wollen jedoch zusammen noch mehr Initiativen starten und ein Konzept erstellen, das auf Dauer bestehen kann und alle Facetten der Themen einbezieht", erklärte Karl Kolb. Sehr positiv dazu äußerten sich Dritter Bürgermeister Hans Rauscher und Bernd Wicklein (beide ÜPW). Norbert Seitz (CSU) betonte, Lautertal gehöre zu den fünf flächengrößten Gemeinden im Landkreis, verfüge über viel Waldbesitz und es sei höchste Zeit, noch "das eine oder andere Schräuble zu drehen".

Eine Halbjahresbilanz zum Haushalt der Kommune gab Kämmerin Antje Süße. Anhand einer Aufstellung machte sie deutlich, dass Lautertal bei Einnahmen und Investitionen gut im Plan liege, auch wenn einige Mittel noch unangetastet zur Verfügung stünden. "Wir bemühen uns, alles umzusetzen", sagte sie. Ob alle Maßnahmen realisiert werden könnten, sehe man in den nächsten Monaten. "An unseren Finanzen liegt es jedenfalls nicht", sagte sie. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege - bei derzeit 4369 Einwohnern - bei 258,38 Euro. Grundsätzlich könne man von einer sehr soliden und günstigen Finanzlage sprechen. Dies habe auch die Kommunalaufsicht des Landratsamtes in der Würdigung des Haushaltes so mitgeteilt, sagte Antje Süße.

Martin Flohrschütz berichtete, die Biber breiteten sich in Richtung Pumpenhaus aus. Es könnten weitere Bäume umstürzen. Gemeindegeschäftsführer Hans Fries wird deswegen mit der zuständigen Behörde des Landratsamtes sprechen. Wolfgang Zapf regte an, an stark frequentierten Bereichen des Spielplatzes Neukirchen einen Mülleimer aufzustellen. Markus Süße (CSU) bat darum, das Parkverbot auf Radwegen durchzusetzen. Eine hervorragende Präsentation nach außen sei mit den Feierlichkeiten "50 Jahre Gemeinde Lautertal und FFW Lautertal" gelungen, sagte Karl Kolb. Er bedankte sich bei allen Bürgern, Vereinen und Verbänden für den besonders engagierten ehrenamtlichen Einsatz sowie bei der Gemeindeverwaltung. Lautertal sei im Hinblick auf die Kriminalitätsentwicklung und Verkehrssicherheitslage eine sehr sichere Gemeinde, informierte der Bürgermeister anhand des Jahresberichtes der Polizeiinspektion Coburg.