In der Gemeinde Wartmannsroth werden binnen Jahresfrist alle Ortsteile mit Glasfaseranschlüssen bis ins Haus versorgt. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag dazu haben der Bürgermeister von Wartmannsroth, Florian Atzmüller, und der Geschäftsführer der Stadtwerke Hammelburg, Matthias Metz, unterzeichnet. Wartmannsroth werde damit eine der ersten Kommunen in der Region sein, die nahezu flächendeckend mit der neuesten Technik digital unterwegs sein wird, heißt es in einer Mitteilung.

Möglich wird dies durch Förderprogramme der Bayerischen Staatsregierung und des Bundes, die einen Großteil der Kosten des Ausbaues aufbringen. Die Restkosten übernehmen die Gemeinde Wartmannsroth und die Stadtwerke Hammelburg GmbH, die über ihre Abteilung Habnet auch den Betrieb des Glasfasernetzes mit attraktiven Angeboten für die Endkunden übernehmen werden. Die Verlegung der Glasfaserleitung im Rahmen des Förderprogrammes bis ins Haus ist für die betroffenen Grundstückseigentümer kostenlos.

"Es ist uns wichtig, dass alle Ortsteile der Gemeinde gleichermaßen am Ausbau des Glasfasernetzes teilhaben", so Bürgermeister Atzmüller. "Das ist für uns ein entscheidender Schritt, in dem sowohl unseren Ortsbürgern mit schnellen Internetleitungen die Grundlage für Homeoffice, schulische Anforderungen und die privaten Bedürfnisse bereitgestellt wird, und der vor allem auch unseren ansässigen Firmen und Gewerbetreibenden die notwendige Standortsicherheit für die Zukunft bietet."

Im Rahmen einer Markterkundung und des anschließenden Auswahlverfahrens konnten sich die Stadtwerke Hammelburg erfolgreich als wirtschaftlichster Anbieter durchsetzen. Entsprechend erfreut über die Zusammenarbeit ist der Geschäftsführer Matthias Metz: "Wir bedanken uns bei Bürgermeister Atzmüller und dem Gemeinderat von Wartmannsroth für das Vertrauen, das uns hier erneut entgegengebracht wird."

Info-Abende im Oktober

Einen kurzen Ausblick auf die nun folgenden Schritte zur Umsetzung der Baumaßnahme gab der neue Technische Leiter der Abteilung Habnet Andreas Becker: "Wir werden in Kürze alle Betroffenen in einem Anschreiben über die Baumaßnahme informieren und zusätzlich zu zwei zentralen Informationsabenden am 5. Oktober in Wartmannsroth und am 20. Oktober in Schwärzelbach einladen. Dort können dann auch spezielle Fragen zum Ausbau erläutert werden. Nach Abschluss der Feinplanungen werden wir zeitnah beginnen und hoffen, einen ziemlichen Teil der Arbeiten noch in diesem Jahr durchführen zu können, die benötigten Fachfirmen stehen dafür schon bereit." Im Rahmen des Breitbandausbaues werden in allen Ortsteilen von Wartmannsroth alleine über 30 Kilometer Rohre verlegt, bei einem Gesamtvolumen der Baumaßnahme von circa 3 Millionen Euro. "Sicherlich wird es bei solch einem solch großen Vorhaben mit viel Tiefbau auch die eine oder andere kurzfristige Beeinträchtigung geben. Dafür bitte ich um Verständnis und Unterstützung der Arbeiten vor Ort" erklärte Atzmüller abschließend. "Am Ende ist es ein Gewinn für alle." red