In der Diskussion über die Biber, die am Ortsrand von Fetzelhofen Dämme an der Kleinen Weisach bauen, meldet sich jetzt auch der Bund Naturschutz (BN) zu Wort.

"Wie kein anderes Tier gestaltet und beeinflusst der Biber seinen Lebensraum", schreibt Kreisgruppenvorsitzender Helmut König in seiner Stellungnahme. Für die Natur habe das riesige Vorteile. Er habe ja Verständnis dafür, so König, dass Teichwirte versuchen, potenzielle Störungen so weit wie möglich abzuwenden. Ein Abschießen aller Biber im Aischgrund sei aber eine absolut untragbare Lösung und mit dem Naturschutz überhaupt nicht vereinbar.

In Naturschutz investieren

"Mir fehlt das Verständnis, wenn dort, wo aus Vernunftgründen keine Gefahr ausgeht, diese herbeigeredet wird. Noch dazu, wenn man diese vermeintliche Gefahr erheblich reduzieren kann", ärgert sich König. Naturschutz gehe alle an, in diesem Fall im Besonderen auch die Kommune. Man müsse eben auch einmal Gelder für den reinen Umweltschutz einplanen, nicht nur in Verbindung mit Baulandausweisung und Straßenbau. In Zeiten grassierenden Artensterbens vor unserer eigenen Haustür sollte die Koexistenz mit der heimischen Natur auch Kommunen mehr wert sein, meint der BN-Kreisvorsitzende.

Das Problem in Fetzelhofen sei kein Biberproblem. Die Lage sei beherrschbar. Probleme bereite die Gefahr eines Hochwasserereignisses bei Starkregen. Die Gemeinde Lonnerstadt sollte hier schnellstmöglich die Gefahren erkennen und Abhilfe schaffen, schließt König. red