von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus

Harsdorf — Der Etat 2015 ist beschlossene Sache: Das Zahlenwerk, das Bürgermeister Günther Hübner (CSU) und der neue Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Trebgast, Christopher Schröder, dem Gemeinderat vorlegten, wurde einstimmig verabschiedet. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 1 483 000 Euro, der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 954 700 Euro.
Wie Hübner betonte, steht die Gemeinde wegen der Gewährung der Stabilisierungshilfen weiterhin unter strenger Begutachtung: "Das dürfen wir aber nicht als Einschränkung sehen, sondern als Chance, die Verschuldung unter Mitwirkung des Staates geplant zurück zu führen." Das Konsolidierungskonzept wurde fortgeschrieben und vom Gremium "abgesegnet". Die Gemeinde wird auch für 2015 erneut einen Antrag auf Stabilisierungsbeihilfe stellen.
Gleich zu Beginn seiner Haushaltsrede bedauerte der Bürgermeister, dass die Verwendungsnachweise für die Großbaustellen wie "Gesundheitsbahnhof", Hochwasserschutz "Haselbach" und Kanalbaumaßnahme BA 7 noch nicht erstellt und damit auch restlichen Fördergelder für die Investitionen nicht abgerufen werden konnten. Der dadurch 2014 entstandene Soll-Fehlbetrag sei aber gleich im Haushalt 2015 abgedeckt.
Der neue Haushalt durfte keine Netto-Neuverschuldung enthalten, begonnene Maßnahmen sind abzuwickeln. Als Grundlage für eine Weitergewährung der Stabilisierungshilfe ist eine erneute Anhebung der Realsteuerhebesätze für 2016 vorgesehen. Hübner: "Der Kassenkredit wird zurückgeführt, hat aber immer noch den hohen Wert von 400 000 Euro."
Die freie Finanzspanne beläuft sich voraussichtlich auf 165 100 Euro. "Der Haushalt ist sehr knapp kalkuliert, dennoch konnten die unabweisbaren Investitionen eingeplant werden. Es muss erneut eine Wasserleitung im Bereich der Autobahnbaustelle verlegt werden, weiterhin sind Anpassungen für Gemeindestraßen vorgesehen, die im Rahmen der Maßnahmen der Autobahndirektion abgewickelt werden sollen", erläuterte der Bürgermeister. Der Zustand des Dahlienweges mit seiner offenen Entwässerung habe sich massiv verschlechtert, so dass durch die Verlegung eines Oberflächenwasserkanals die Lage entschärft werden soll. Zusätzlich beginne der Ausbau zur Verbesserung der Breitbandversorgung. "Ich denke, wir sind auf einem guten Weg", sagte Hübner. "Durch die sachbezogene Zusammenarbeit konnten wir sogar unser größtes Hochbau-Projekt der vergangenen Jahrzente, unseren Gesundheitsbahnhof, stemmen. Wie wir zwischenzeitlich wissen, ist er weit über unsere Grenzen hinaus bekannt, und das Projekt ist auch sehr hoch anerkannt."
Zusammen mit Bindlach will die Gemeinde Harsdorf die Sanierung der Wasserversorgung anpacken. Was allerdings gegen den Einwohnerverlust getan werden könnte, auf diese Frage wusste Hübner in der Sitzung keine Antwort. "Leerstandsverwaltung jedenfalls ist nicht erforderlich, da wir nur wenige Leerstände haben. Sicher werden wir uns aber mit der Ausweisung eines Baugebiets beschäftigen müssen."