Die Landschaftsbilder und Bamberg-Ansichten des wegen seiner NS-Vergangenheit umstrittenen Künstlers Fritz Bayerlein wurden im Rathaus am Maxplatz abgenommen. Die Gemälde werden vorerst aufbewahrt.

Mit einem feinen Pinsel bearbeitet Cornelia Patterson das große Ölgemälde, um den aktuellen Zustand zu konservieren. Sie festigt den Rahmen vorsichtig mit Spezialklebstoff und säubert die Bilder von lose aufliegendem Schmutz. Schließlich werden sie noch in archivgerechtes Vlies verpackt, das konservatorisch unbedenklich ist.

Es handelt sich um die abgehängten Ölgemälde von Fritz Bayerlein. Der Bamberger Stadtrat hatte jüngst beschlossen, die Werke des Künstlers aus dem Großen Sitzungssaal und dem Trauungsaal im Rathaus am Maxplatz entfernen zu lassen. Die politische Diskussion um die nationalsozialistische Haltung des regimetreuen Malers hatte bereits viele Jahre angedauert. Nun werden die Gemälde eingelagert, bis entschieden ist, wie mit ihnen künftig umgegangen wird. Angedacht sind ein Symposium und eine Ausstellung zur Auseinandersetzung mit der Bayerlein-Kunst. red