Traditionell feierten alle 21 Feuerwehren des Stadtgebietes Bad Staffelstein den Namenstag ihres Schutzpatrons, des heiligen Florians. Da Reundorf kirchlich zu Bad Staffelstein gehört, waren auch, wie jedes Jahr, die Floriansjünger der dortigen Feuerwehr, dabei.

"Beschimpfung unverständlich"

Pfarrer Georg Birkel empfing die Feuerwehrleute an der Eingangspforte der St.-Kilians-Kirche in Bad Staffelstein, um ihnen den Segen zu spenden. Auch wenn die Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen oft beschimpft oder behindert würden, was einfach unverständlich sei, seien sie, wenn der Piepser geht, sofort bereit, dem Nächsten zu helfen. "Dafür gebührt euch ein herzliches ,Vergelt's Gott!‘", erklärte Pfarrer Birkel.

200 Floriansjünger

Unter den Klängen der Blaskapelle Uetzing marschierten die circa 200 Floriansjünger nach dem Gottesdienst in die Peter-J.-Moll-Halle. Zweiter Bürgermeister Hans-Josef Stich begrüßte alle Teilnehmer und zeigte sich erfreut darüber, dass wieder so viele zu Ehren des Schutzheiligen der Feuerwehren gekommen waren.

"Es ist nicht selbstverständlich, in seiner Freizeit ehrenamtlich, jederzeit für einen Einsatz bereit zu sein", erklärte Stich. Wenn auch die Ausgaben für die Wehren hoch seien, so sei es doch jeder Cent, der investiert wird, wert.

"Sicherer Landkreis"

Kreisbrandrat Tim Vogler, meinte, es ist für ihn als Kreisbrandrat etwas Besonderes, zusammen mit dem stellvertretenden Landrat und dem Zweiten Bürgermeister verdiente Feuerwehrkameraden auszuzeichnen. Die gelebte Mitverantwortung des Einzelnen für seine Nächsten sei "eine der Stärken unseres ehrenamtlichen Engagements als Feuerwehrleute". Er sei froh und stolz, sagen zu können: "Im Landkreis Lichtenfels zu leben heißt, sicher zu leben."

Die Sache mit der Nachtruhe

Stellvertretender Landrat Helmut Fischer ging darauf ein, dass sich viele Leute in ihrer Nachtruhe durch das Martinshorn gestört fühlten, wenn die Wehren nachts zu einem Einsatz fahren müssen. Man sollte aber bedenken, dass auch die Feuerwehrleute aufgeweckt wurden und lieber in ihren Betten liegen würden, erklärte Helmut Fischer.

Nun danke man allen, die schon seit 25 beziehungsweise 40 Jahren ihre Freizeit für den Feuerschutz opfern. Die für 40 Jahre Geehrten bekämen noch einen kostenlosen einwöchigen Aufenthalt im Erholungsheim für Feuerwehren in Bayrisch-Gmein. Die Kosten hierfür übernehme der Landkreis, und die Stadt Bad Staffelstein trage die Kosten für die Ehepartner.

Ehrennadel und Ehrenamtskarte

Aus den Händen des stellvertretenden Landrats und des Zweiten Bürgermeisters Hans-Josef Stich erhielten die zu Ehrenden eine Urkunde, die von Joachim Herrmann, dem bayerischen Innenminister, unterzeichnet war, sowie eine Ehrennadel und eine Ehrenamtskarte.

Nach dem offiziellen Teil des Florianstages lud Zweiter Bürgermeister Stich alle Feuerwehrleute zu einem Imbiss mit Getränken ein. hkla