Zum ersten Mal fand im Rahmen der Partnerschaft zwischen Bischberg und Montauban-de-Bretagne ein offener Austausch für Jugendliche statt. Die Idee dahinter: Allen interessierten Jugendlichen beider Partnergemeinden soll es unabhängig von der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Verein ermöglicht werden, das jeweils andere Land kennenzulernen und persönliche Kontakte zu knüpfen. Und so waren im Juli insgesamt 20 Jugendliche im Alter von elf bis 17 Jahren aus Montauban mit sechs Betreuern zu Gast in Bischberger Familien.
Auch wenn die Ankunft der bretonischen Reisegruppe sich verkehrsbedingt um mehrere Stunden verzögert hatte, ließ es sich der Bürgermeister und stellvertretende Landrat Hans Pfister nicht nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen.
Nach dem offiziellen Empfang im Rathaus folgte eine Olympiade mit fünf verschiedenen Wettkämpfen. Es wurden Teams aus den einzelnen Familien samt Gastkindern gebildet und es stellte sich schnell heraus, dass fehlende Kenntnisse der anderen Sprache kein Hindernis sind, wenn es darum geht, ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Tags darauf begleiteten die französischen Jugendlichen ihre Austauschpartner in die Schule - und konnten dabei erstaunt feststellen, dass es in Frankreich sowohl bei der Kleiderordnung als auch im Unterricht deutlich strenger zugeht als in Deutschland.
Es folgten ein Ausflug in die Fränkische Schweiz, eine Stadtführung mit anschließendem Schwimmbadbesuch sowie eine Bischberg-Rallye. Viel zu schnell ging die Woche ihrem Höhepunkt entgegen: dem alljährlichen deutsch-französischen Sommerfest der Gemeinde Bischberg. Die bretonischen Jugendlichen hatten den Chanson "la java bleue" einstudiert, den sie mit großem Eifer vortrugen. Danach entführte das Akkordeon-Ensemble der Kreismusikschule Bamberg die Festbesucher in die fabelhafte Welt der Amélie Poulain. Evelyn Borchard sorgte schließlich mit ihrem Akkordeon für das französische Flair, das dem Fest seit vielen Jahren seinen besonderen Charme verleiht.
Am Samstagmorgen hieß es dann endgültig Abschied nehmen. Zuvor hatten die bretonischen Betreuer jedoch bereits zum Gegenbesuch in die Bretagne im Jahr 2017 eingeladen. Eine Einladung, der die Bischberger Jugendlichen sehr gerne folgen werden. red