martin schweiger Weil sein altes Auto einen irreparablen Motorschaden hatte, kaufte sich ein 31-jährige Arbeiter aus dem Maintal im Juli dieses Jahres ein neues Auto. Da er gleich damit fahren wollte, schraubte er kurzerhand die Nummernschilder von seinem alten Wagen ab und montierte sie auf das neue Auto, um damit zu fahren. Doch das kam ihn teuer zu stehen. Denn das Amtsgericht Haßfurt verurteilte ihn am Mittwoch wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Haftpflichtversicherung zu ei-ner Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 50 Euro, also 2500 Euro.

Der Angeklagte gab vor Gericht an, er habe das neue Auto an einem Freitagnachmittag gekauft. Zu diesem Zeitpunkt sei die Zulassungsstelle geschlossen gewesen. "Da hab' ich halt meine Schilder genommen", ließ er das Gericht wissen. Doch das ist nicht erlaubt, musste er sich von der Richterin belehren lassen.

Denn das Problem sei, dass er bei einem Unfall nicht versichert sei. "Stellen Sie sich vor, Sie bauen einen Unfall und eine andere Person wird dadurch gelähmt. Wer zahlt dann?", redete sie dem Angeklagten ins Gewissen.

Der hat bislang eine weiße Weste und auch keinen Eintrag in der Verkehrssünderkartei in Flensburg. "Jetzt hab' ich ei-nen", stellte der Angeklagte fest und akzeptierte das Urteil.