Am kommenden Samstag, 20. Oktober, um 11 Uhr wird Ingo Cesaro die Ausstellung mit Malerei von Joachim Kupke "Ceci n'est pas un Cranach" im Beisein des Künstlers eröffnen. Es ist ein Projekt der Regionalen Kunstförderung Kronach e.V. mit Unterstützung des Aktionskreises Kronacher Synagoge (Nikolaus-Zitter-Straße 27). Joachim Kupke stellt u.a. seine Version von Lucas Cranachs "Madonna unter den Tannen" vor. Die Einführung in die Ausstellung erfolgt durch Peter Bausch, Kulturjournalist aus Sindelfingen.

Das geheimnisvolle Lächeln ist über 500 Jahre alt, und Joachim Kupke brauchte Tage, bis er dem Mund der "Madonna unter den Tannen" den Ausdruck gegeben hatte, den er anstrebte. Der Sindelfinger Künstler präsentiert seine Version des Marienbildes von Lucas Cranach d. Ä. aus dem Jahr 1510 in dessen Geburtsstadt.

Joachim Kupke wurde 1947 in Sindelfingen geboren, studierte an der Werkkunstschule bei A. L. Merz in Stuttgart, dann an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Prof. Rudolf Haegele. Er lebt und arbeitet in Sindelfingen. Seit 1972 kann Kupke auf zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungs-Beteiligungen verweisen.

Reihe "Zimmer in Delft"

Der Schwerpunkt der malerischen Arbeit von Joachim Kupke ist in den letzten Jahren die Reihe "Zimmer in Delft", mit der Joachim Kupke einen der bedeutendsten Maler der europäischen Kunst, den Niederländer Jan Vermeer, auf seine unverwechselbare Weise in die Gegenwart transformiert. Der Sindelfinger Künstler kombiniert Motive aus den Vermeer-Gemälden des 17. Jahrhunderts mit Pop-Art von Roy Lichtenstein oder Mel Ramos, mit Bildern von Models wie Naomi Campbell, Kate Moss oder Scarlett Johannson, mit Zitaten von Edward Hopper oder Banksy.

In der Einführung des Kulturjournalisten Peter Bausch bei der Ausstellungs-Eröffnung wird er erklären, wieso aus der Reproduktion der Reproduktion der Reproduktion der Reproduktion wieder ein Original wird. Er wird aber auch auf die Geschichte der "Madonna unter den Tannen" ausführlich eingehen, von der Georg Kupke, nicht verwandt mit dem Künstler, 1946 eine Kopie anfertigte. Das Original wurde in den Westen geschmuggelt, um es vor den Russen in Breslau zu retten.

"Mysteriöse Umstände"

Die berühmte "Madonna unter den Tannen" von Lucas Cranach d. Ä ist eine Geschichte, über die "Der Spiegel" 2012 mit der Überschrift berichtet: Cranach d. Ä., seit Jahrzehnten verschollen, ist wieder aufgetaucht unter mysteriösen Umständen.

Alle Kunstfreunde sind herzlich zur Ausstellungs-Eröffnung eingeladen. Die Ausstellung wird bis zum 4. November gezeigt und ist von Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. red