Breiten Raum nahm bei der Ratssitzung die Diskussion über die Resolution gegen die geplante Stromtrasse mit Endpunkt Grafenrheinfeld ein. "Die Gemeinde hat hierzu schon eine Stellungnahme abgegeben, aber nichtsdestotrotz sollte auch der Gemeinderat diese verabschieden", sagte Bürgermeister Thein. Obwohl es noch nicht sicher sei, dass diese Trasse benötigt oder gebaut wird, sollte man dem entgegenwirken. Alternativen hierzu würden geprüft, so Thein. Die Trasse laufe insgesamt entlang der B 303 und es sei an eine 380-kV-Wechselstromleitung mit 80 Meter hohen Masten gedacht.


"Mehr Biss" gefordert

Die Landkreise Coburg, Haßfurt und Schweinfurt wehren sich gegen diese mögliche Trassenführung. "Irgendwo muss der Strom ja herkommen. Und wenn es nötig ist, die Stromversorgung aufrechtzuerhalten, muss die Trasse auch gebaut werden können. Wir wollen alle Strom", befand Gemeinderat Herbert Baum.
Gemeinderätin Heidi Müller-Gärtner war der Meinung, dass die Gemeinde Maroldsweisach in dieser Angelegenheit bisher zu wenig "Biss" zeigte. Sie verstehe die Sorgen betroffener Anlieger an der möglichen Trasse, weil niemand so recht weiß, was passieren kann.
"Wir müssen unseren Bürgern sagen, was wirklich Sache ist", forderte sie vehement, was Gemeinderat Stefan Böhm unterstützte. Sie regte eine Infoveranstaltung an. Gemeinderat Günter Freß (FW) sieht einen zu großen Eingriff in die Natur und sprach sich für die Ertüchtigung bisheriger Trassen aus.
Bürgermeister Thein zeigte Alternativen zur geplanten Trasse anhand einer Karte auf. Schließlich wurde bei der Gegenstimme von Herbert Baum beschlossen, sich der Resolution des Landkreises Haßberge gegen die Trasse anzuschließen. hw