Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) hat für blinde und sehbehinderte Menschen ein "Kummer-Telefon" eingerichtet. Es richtet sich speziell an Menschen, die sich über Weihnachten und den Jahreswechsel einsam fühlen. Seit dem 22. Dezember bis zum 10. Januar können Menschen unter der 089 55988-599 telefonisch Hilfe bekommen.

Ein Anrufbeantworter begrüßt die Anrufenden und bietet eine Rückrufoption an. Sie können dann eine Nachricht mit Namen und Telefonnummer hinterlassen. Die Berater werden sich dann zeitnah, spätestens am nächsten Tag, melden. Das gilt auch und gerade an den Feiertagen, und der Anrufbeantworter ist ganztags eingeschaltet. "Wenig soziale Kontakte können ein Gefühl der Einsamkeit hervorrufen. Die Nachrichtenflut schürt möglicherweise Unsicherheiten und einige fühlen sich schlicht und einfach hilflos. Zuhören, Mut machen und füreinander da sein, ist in diesen schwierigen Zeiten die Devise des BBSB," sagt Dr. Stefan Insam, stellvertretender Landesvorsitzender des BBSB. "Besonders an den Feiertagen ist dies sehr wichtig".

Das Angebot ist kostenlos. Für die Anrufenden gelten lediglich die Bedingungen ihres Telefonanbieters für einen Anruf einer Festnetznummer innerhalb von Deutschland. Die personenbezogenen Daten werden datenschutzkonform verarbeitet.

Das Kummer-Telefon ist ein befristetes Hilfsangebot des BBSB für sehbehinderte und blinde Menschen in Bayern. Eine Übersicht über alle Beratungsangebote des BBSB finden Sie unter bbsb.org/beratung-und-angebote

Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund ist die Selbsthilfeorganisation der mehr als 100 000 blinden, sehbehinderten und zusätzlich gehandikapten Menschen in Bayern. Er vertritt ihre Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Ziel des BBSB ist, ihnen ein selbstbestimmtes und möglichst selbständiges Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. In zehn Blickpunkt-Auge-Beratungsstellen bietet der BBSB wohnortnahe Hilfen an. Dazu gehören der ambulante Reha-Dienst mit Schulung in selbstständiger Haushalts- und Lebensführung, sozialrechtliche Beratung, individueller Textservice, berufliche Rehabilitation, Austausch mit Gleichbetroffenen, Freizeit und Fortbildung. red