Von Februar bis Juli 2017 führte der Verein "Freund statt fremd" mit Unterstützung zahlreicher Spender, Partner und ehrenamtlicher Helfer das Kunstprojekt "Daheim" durch. Es bestand aus wöchentlichen Treffen, in denen sich geflüchtete Kinder aus verschiedensten Herkunftsländern künstlerisch betätigten. Jetzt werden die dabei entstandenen Arbeiten in einer Werkschau der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die an dem Kunstprojekt teilnehmenden acht- bis zwölfjährigen Mädchen und Jungen teilen ein ähnliches Schicksal: Sie wurden durch die Flucht aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen, mussten Freunde und ihre Heimat verlassen. Angekommen sind sie in einem fremden Land mit einer unbekannten Sprache und sie werden mit einer ungewohnten Kultur konfrontiert. Kunst soll vor diesem Hintergrund den Kindern dabei helfen, wieder zu sich selbst zu finden und zur Ruhe zu kommen, so die Initiotoren. Dazu habe das Kunstprojekt "Daheim" einen kreativen Freiraum geschaffen, welcher den Kindern den notwendigen Platz gelassen habe, sich zu entwickeln und auszudrücken.
In dem Projekt, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert und durch den Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler künstlerisch betreut wurde, befassten sich die Kinder auf spielerische Weise mit verschiedensten Fragen zu Identität und Herkunft. Aus dieser Selbstreflexion entstanden bei den wöchentlich dreistündigen Treffen Bilder, Zeichnungen und Modelle zu den Themen Familie, Freunde oder Wohnen und Zusammenleben in Traumhaus, Stadt und Park.
Die Kunstwerke werden ab sofort bis zum 3. September jeweils freitags, 15 bis 18 Uhr, sowie samstags und sonntags, 11 bis 18 Uhr, im Foyer des Kesselhauses, Untere Sandstraße 42, in einer Werkschau präsentiert. Anschließend wandert die Ausstellung vom 9. bis 30. September in das Haus Frieden, Eisgrube 18, wo sie während des Samstagscafés immer samstags von 15 bis 17 Uhr besucht werden kann. red