Kulmbach — Seit zwei Jahren kennen sich der 23-jährige Kulmbacher Komponist Lorenz Trottmann und der Künstler Ingo Cesaro aus Kronach.
Jetzt wurde im Rahmen des Festivals aktuelle Musik 015 in der Hochschule für Musik in Nürnberg "Totentanz op. 27", die zweite Zusammenarbeit beider, uraufgeführt.
Dabei handelt es sich um ein Gedicht Cesaros aus seinem Zyklus "Totentanz", das Trottmann für Sopran (Assumpta Munsi), Viola (Anna Hoffmann), Posaune (Lorenz Trottmann) und Schlagzeug (Ferdinand Seidl) vertonte.
Dieses Intermezzo wurde konzertant dargeboten. Der Tod kommt, will sie mitnehmen. Sie möchte Zeit schinden, einen Spaziergang am Bahndamm machen. In der Unterhaltung beim Gehen amüsiert sich der Tod so sehr über Katastrophen und Kriege, dass sie ihn aus Wut vor einen Zug stößt.
Doch sie wird beobachtet, verraten und festgenommen. Aber wenn man den Tod tötet, gibt es dann überhaupt eine Leiche?
Zwischen den grotesken Operszenen von Cord Meijering "Wo bleibt das Messer?" und "Wo bleibt mein Fisch?" gelang Lorenz Trottmann in der Klasse von Professor Volker Blumenthaler eine eindrucksvolle Uraufführung, die von den zahlreichen Zuhörern mit großem Beifall bedacht wurde. red