Das Ehrenamt ist und bleibt ein wichtiger Baustein im Leben des ACE, Deutschlands zweitgrößter Autoclub. In Bayern und Baden-Württemberg engagieren sich 250 Ehrenamtliche. Beim Treffen der ACE-Kreisvorsitzenden, bei dem auch der ACE-Beauftragte für den Bereich Forchheim, Hartmut Demele, dabei war, wurden die verkehrspolitischen Felder für die kommenden Monate abgesteckt.

So will sich der ACE verstärkt für diese Themen engagieren: Pannen- und Unfallhilfe, Verkehrssicherheit, E-Mobilität und neue Mobilitätsformen.

Gastredner der Veranstaltung war der SPD-Europaabgeordnete Ismail Ertug. Er ist selbst ACE-Mitglied und sicherte den Kreisvorsitzenden bei vielen ihrer Vorhaben seine Unterstützung zu. Er zeigte Wege hin zu einer neuen Mobilität auf, forderte die Hardware-Nachrüstung auf Basis des Verursacherprinzips ebenso wie eine zügige und flächendeckende Versorgung Deutschlands mit E-Ladesäulen und Wasserstofftankstellen. "Langfristig ist es sinnvoll, den Individualverkehr - insbesondere in urbanen Räumen - zu reduzieren, aber nicht durch Verbote und Einschränkungen", sagte der verkehrspolitische Sprecher der Sozialdemokraten im EU-Parlament. Vielmehr gehe es auch darum, den öffentlichen Personennah- und Fernverkehr digital zu optimieren und massiv auszubauen.

Weitere Themen auf dem Treffen der Kreisvorsitzenden waren die Dieselkrise, Abbiegeassistenten bei Lkw, der Umstieg auf E-Mobilität und autonomes Fahren. Die Kreisverbände in Bayern werden sich insbesondere auf den ACE-Verkehrssicherheitstag am 29. Juni in Schweinfurt vorbereiten. Außerdem stehen im kommenden Jahr Kommunalwahlen an. Hierzu werden Standpunkte ausgearbeitet und Forderungen der ACE-Kreise an die Politik definiert.

Sicherheit von Kindern

Zur Politik des Clubs leisten auch die Ehrenamtlichen in den ACE-Kreisen einen erheblichen Beitrag. So steht die ACE-Club-Aktion 2019 ganz im Zeichen der Verkehrssicherheit. "Goodbye Elterntaxi" heißt sie. Es geht um den morgendlichen Bringverkehr vor Schulen. In den kommenden Wochen werden Ehrenamtliche aus den Kreisen in Bayern und Baden-Württemberg vor Schulen auf die Unfallgefahr durch "Elterntaxis" hinweisen. Es geht vor allem darum, wenigstens die letzten Meter zur Schule zu Fuß zurückzulegen. Verkehrskompetenz und gesunde Bewegung seien hier nur beispielgebend angeführt. Aber es geht auch um konkrete Lösungen vor Ort. Dazu spricht der ACE vor Ort sowohl mit Eltern, Vertretern der Schule und Verantwortlichen in der Kommune.

Nicht zuletzt wurde auf der Tagung der seit mehr als zehn Jahren deutschlandweit aktive Schlaglochexperte Harald Kraus geehrt. Sein Engagement für die ACE-Schlaglochzentrale hat bewirkt, dass 20 000 Schlaglöcher deutschlandweit repariert wurden. red