An die segensreiche Arbeit der Niederbronner Schwestern (Schwestern vom göttlichen Erlöser) erinnert jetzt eine Gedenktafel am Eingang des Frensdorfer Rathauses, ein Gemeinschaftswerk von Pfarrei und politischer Gemeinde.

Insgesamt 134 Schwestern hatten in 99 Jahren (von 1920 bis 2019) in Frensdorf gewirkt. Pfarrer Wolfgang Schmidt segnete die Gedenktafel "an historischer Stätte". An der Stelle, an der sich heute das Rathaus befindet, standen bis zum Jahr 1979 die Gebäude der ehemaligen Brauerei Utz.

Wie die Inschrift der Tafel aussagt, ging das Haus nach dem Tod der Besitzer und ihrer beiden Söhne an die Töchter Sr. Illidia und Sr. Rogatian, beide Niederbronner Schwestern. In den Räumen der ehemaligen Brauerei eröffnete die Kongregation im Jahr 1920 das Frensdorfer Schwesternhaus. In Erinnerung an die Mutter der beiden Erbinnen, Gertrud Utz, wurde das Haus Gertrudenheim genannt.

Erzieherisch tätig

Bald schon übernahmen die Schwestern in Frensdorf den Handarbeitsunterricht, eröffneten Nähschule und Kindergarten und bauten die ambulante Krankenpflege aus. Zu Beginn der 1960er Jahre wurde das Gebäude an die Gemeinde veräußert. Aus den Mitteln entstand das neue Schwesternhaus in der Gertrudenstraße. Wie auf der Tafel zu lesen, versuchen die Schwestern bis heute den Leitspruch ihrer Ordensgründerin, Elisabeth Eppinger, selige Mutter Alfons Maria zu leben: "Schöpft mit Freuden aus den Quellen des Erlösers."

"Wir haben sehr gerne mit den Schwestern zusammengearbeitet", sagte Bürgermeister Jakobus Kötzner. Zusammen mit Kirchenpflegerin Walburg Lechner und Schwester Ottilia von der Provinzleitung in Nürnberg enthüllte er die Gedenktafel. An der kleinen Feier nahmen auch die letzten Frensdorfer Schwestern, Sr. Claudia und Sr. Borromäa, sowie Sr. Elisabeth aus Bamberg teil.