N icht nur am Sonntag an den Gedenkstätten der Weltkriege werden viele über dem Gedenken ins Nachdenken kommen. Gerade für die Älteren unter Ihnen sind vielleicht noch manche Erlebnisse aus der Kindheit und Jugend fast zu sehr präsent. Andere sind ohne Vater, Mutter oder Bruder aufgewachsen, haben ihre Heimat verlassen müssen, spüren bis heute die Folgen von Krieg und Gewalt an Leib und Seele.
Das Nachdenken schöpft seine Kraft auch immer aus der Vergangenheit. Wir bedenken Erlebtes, gedenken an Zeiten und Menschen. Es geschieht um der Gegenwart und noch mehr der Zukunft willen. Zum Nachdenken braucht es Mut. Nicht jede Frage findet eine Antwort, manche Antwort ist dazu unangenehm und hart.