"Treue zur eigenen Konfession, Offenheit für andere." Dieses Lebensmotto von Prälat Gerhard Boß stand als Einleitung zu einer Feierstunde anlässlich der Eröffnung der Dr.-Boß-Vitrine.

Im Caritashaus "Der gute Hirte" in Ebermannstadt eröffnete Stiftungsvorstand Alfons Galster vor einem Kreis geladener Gäste diese Veranstaltung. Diese Worte waren auch Galsters Aufhänger für seine Begrüßungsrede. Um seine Gedanken, seine Worte und sein Wirken auch für die Gegenwart und Zukunft lebendig zu erhalten, hat die Dr.-Gerhard-Boß-Stiftung in einer Vitrine viele der Bücher, weitere Utensilien und die Biografie des Prälaten anschaulich in Szene gesetzt.

Konkrete Hilfen

Peter Ehmann, Geschäftsführer der Stiftung, berichtete, dass diese Stiftung jährliche Ausschüttungen zugunsten von älteren und behinderten Menschen im Landkreis Forchheim vornehme. Aktuell sei ein Antrag einer pflegebedürftigen Frau im Landkreis bewilligt worden, damit die defekte Heizung in ihrem extern liegenden Bad repariert werden konnte. Einer bedürftigen ältere n Person, die an Durchblutungsstörungen und muskulärem Abbau leidet, wurde ein Zuschuss für die Anschaffung eines Sitzrudergeräts gewährt. Diese beiden sind beispielgebend, aber nur zwei der vielen Hilfen, die seit der Stiftungsgründung 2004 hilfesuchenden Menschen gewährt wurden. Grundsätzlich können Anträge an die Stiftung in der Birkenfelderstraße 15 in Forchheim für jede Form von Hilfebedarf gestellt werden. Das Stiftungsvermögen kommt zusammen durch Mieteinnahmen, sonstige Zuwendungen und Spenden.

Brief vom Papst

Alfons Galster, Peter Ehmann und stellvertretende Vorsitzende Ursula Kleinecke "enthüllten" die rundum gelungene Vitrine, die neben vielen Erinnerungen an Gerhard Boß auch einen persönlichen Brief von Papst Benedikt XVI. an den Stiftungsgründer zeigt.

Dieses Antwortschreiben erhielt Boß auf sein Glückwunschreiben anlässlich der Papstwahl Ratzingers. Gerhard Boß studierte zusammen mit Josef Ratzinger gemeinsam in München. Seither besteht diese Verbindung.

Gerhard Boß hatte große Schwierigkeiten gehabt, zum Theologiestudium zugelassen zu werden.

Die Gründe dafür waren seine Kriegsverwundung, denn Erfrierungen an den Unterschenkeln hatten zu Teilamputationen geführt; außerdem gab es da auch die Tatsache, dass der Vater des späteren Prälaten evangelisch war.