F lamingos, die Nationaltiere der Bahamas, neigen sich wie zum Segen (unten im Bild kaum sichtbare Fußspuren) in Gottes schöner Schöpfung. Das Gemälde der bahamischen Künstlerin Chantal Bethel drückt aus, was wir am Weltgebetstag feiern: Gottes anhaltender Segen, die Liebe füreinander, bekommt Hand und Fuß, wird wirksam in unserem gesellschaftspolitischen und sozialen Engagement.
Im karibischen Inselstaat, der vor allem vom Tourismus lebt, bilden Frauen das Rückgrat der Familien und Kirchengemeinden. Der Lesungstext steht im Johannesevangelium im 13. Kapitel mit den Versen 1 bis 17. Es wird erzählt, dass Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht. Diesem Beispiel folgen sie deshalb ganz konkret in ihrem Engagement gegen Ungerechtigkeit und Armut, gegen Gewalt an Mädchen und Frauen, für Flüchtlinge und für Menschen mit schweren Krankheiten.
Der Gottesdienst der Frauen aus den Bahamas greift so das Grundanliegen der internationalen Weltgebetstagsbewegung auf: die selbstverständliche Verbindung von Beten und Handeln. Der Weltgebetstag 2015 ermuntert uns dazu, Kirche immer wieder neu als lebendige und fürsorgende Gemeinschaft zu leben und zu erleben. Eine fürsorgende Gemeinschaft vermag unseren Alltag zu verwandeln. Dies feiern wir am
Weltgebetstag, der auch in vielen unserer Gemeinden im Landkreis am ersten Freitag im März gestaltet wird. Wir dürfen uns dabei mit den Frauen auf den Bahamas in Gottes segnendem Sonnenlicht baden.

(Elfriede Schneider aus Ebern ist Verantwortliche für den Weltgebetstag der Frauen im Landkreis Haßberge.)