Die städtische Sing- und Musikschule stand ebenfalls auf der Agenda des Stadtrats. Das Gremium verabschiedete einerseits einen Neuerlass der Gesamtsatzung. Diese sieht begriffliche Anpassungen vor, außerdem war eine eigene Regelung für erwachsene und auswärtige Schüler notwendig geworden.
Weiterhin wurde mit drei Gegenstimmen auch die Gebührensatzung für den Unterrichtung an der Städtischen Sing- und Musikschule erlassen. Die Gebühren blieben seit zwölf Jahren unverändert. Der Kostendeckungsgrad durch Gebühreneinnahmen sank 2016 auf einen Tiefstand von 42 Prozent.
Im oberfränkischen Vergleich bewegen sich die Gebührensätze der Bad Staffelsteiner Musikschule am untersten Ende. Von aktuellen Schülerzahlen ausgehend, ist eine Erhöhung um 20 Prozent vonnöten, um einen Kostendeckungsgrad von 50 Prozent ohne staatliche Zuschüsse zu erreichen. Weiterhin werden die Gebühren für auswärtige Schüler und solche ab dem 21. Lebensjahr neu geregelt, Grundlage bilden hier die tatsächlichen Personalkosten des Lehrpersonals. Die Gebühren für diese Schülergruppen werden kostendeckend angesetzt. Die geplanten Gebührenerhöhungen wurden mit dem Leiter der Sing- und Musikschule, Bernd Donath, abgestimmt.


Schuldenabbau "schwierig"

Der Stadtrat nahm außerdem Kenntnis von der Haushaltssatzung des Zweckverbandes "Thermalsolbad Bad Staffelstein" für das Jahr 2017 sowie dem Finanzplan für die Jahre 2016 bis 2020 und dem Stellenplan des Zweckverbandes. Der Erfolgsplan betreffend 2017 schließt mit Erträgen von 11,8 Millionen Euro sowie Aufwendungen von 12,4 Millionen Euro, der Vermögensplan weist Einnahmen und Ausgaben von jeweils 7,8 Millionen Euro aus. Enthalten sind unter anderem Ausgaben für die derzeit noch bis Sommer laufende Generalsanierung Teil III von 4,5 Millionen Euro. Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für Investitionen wird auf 1,6 Millionen Euro festgesetzt. Unter Berücksichtigung der ordentlichen Tilgung von 1,9 Millionen Euro beläuft sich der Schuldenstand zum Ende des Jahres auf 25 Millionen Euro (zum Vergleich Anfang 2016: 27,2 Millionen Euro).
Während der Generalsanierung sei es schwierig, die Verschuldung signifikant zurückzuführen, meinte Werkleiter Hans-Josef Stich hierzu. Auf der anderen Seite sei aber eben auch unklar, wie lange es für Maßnahmen wie diese Fördergelder noch gebe. 2016 habe man 3,66 Millionen Euro in die Therme investiert, einen Großteil im Zuge der Generalsanierung. Der Stadtrat erhob keine Einwendungen gegen Haushaltssatzung, Finanzplan und Stellenplan. dell