christiane reuther Tanzakrobatik, lustige Sketche und pfiffige Wort- und Liedbeiträge begeisterten bei den beiden Veranstaltungen zum Pfarreifasching in Knetzgau. Ein abwechslungsreiches karnevalistisches Programm ließ keine Wünsche offen. Mit Charme und Esprit führte Sandra Koppitz durch den Abend. Sie bekam erstmals durch Dominik Betz als Co-Moderator bravouröse Unterstützung. Mit viel Applaus bedankten sich zahlreiche Faschingsnarren im voll besetzten Pfarrsaal sowohl bei den zahlreichen Akteuren als auch beim musikalischen Unterhalter Lorenz Eirich.

Es ist eine lange Tradition, dass der Knetzgauer Carneval Verein (KCV) den Pfarreifasching unterstützt. So besuchte zum einen das KCV-Prinzesinnenpaar Gustl I. und Marri I. die Veranstaltung. Zum anderen verzauberten die Gardemädchen des KCV die Zuschauer mit ausdrucksstarken Tänzen, angefangen von den "Minis" über die "Meekids", den "Meefischli" bis hin zu den "Meeangels". Aber auch das KCV-Funkenmariechen Sina Liebler zog als Wirbelwind die Blicke des Publikums auf sich.

Das Vorbereitungsteam um Sandra Koppitz, Dagmar Schnös, Sabine Liebler, Annerose Simon und Heidi Merz zog nicht nur im Hintergrund die Fäden für ein anspruchsvolles Programm, sondern stand auch selbst auf der Bühne. Die fünf Frauen sangen mit musikalischer Unterstützung von Toni Schnös als lustige Witwen: "Wieder mal sind wir zu haben, wieder mal sind wir allein."

Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt von Sabine Lieber. Sie ging in ihrer Paraderolle als Natascha auf, einer verwöhnten Ehefrau eines russischen Oligarchen. Stilecht gekleidet als Russin mit Schoßhündchen suchte sie Erholung auf dem Lande und landete in Knetzgau, wo sie lustige Anekdoten erlebte, die sie von sich gab.

Die Auftritte von Annerose Simon und Heidi Merz zählen ebenfalls zu den Höhepunkten im Pfarreifasching. In diesem Jahr stand das Duo bereits zum 25. Mal auf der Bühne. Sie nahmen als Zita und Gunda das Thema Mitfahrbänke auf die Schippe. Es war ein Genuss, den Knetzgauer Urgesteinen zuzuhören, wie sie mit Liebe zum Detail die örtlichen Begebenheiten aufs Korn nahmen.

Wie die Sicherheit in Knetzgau funktionierte, als es noch keine Security gab, davon erzählte Robert Beetz. Er kann ebenfalls als Knetzgauer Urgestein auf eine langjährige Erfahrung bei Auftritten in der Faschingszeit zurückgreifen. Als Nachtwächter begann er seine Tour am Kirchturm und beleuchtete mit seiner Laterne das Dorfgeschehen.

Für Lacher sorgte ein Sketch, den die langjährige Ministrantin Maria Wirth als Stewardess zum Besten gab. Unter Anleitung von Dagmar Schnös aus dem Off gab sie unter anderem Sicherheitshinweise beim Weihraucheinsatz in der Pfarrkirche Sankt Bartholomäus.

Auch wenn sie die Kirche eher verschmähen, machte sich eine Wallfahrtsgruppe, bestehend aus Roland Mäder, Klaus Glück, Wolfgang Merz, Robert Beetz, Berthold Götz, Franz Paulus, Toni Schnös, Louis Faust und Ulrich Schnös, auf den Weg in die Rhön, um sich musikalisch an den Spezialitäten der Gastronomie am Kreuzberg zu laben.

Die Ministranten boten eine besondere Nummer. Sie mimten das Supertalent und rockten die Bühne des Pfarrsaals. In der Jury saßen Dieter Bohlen (Dominik Betz), Sylvie Meis (Christin Betz) und Bruce Darnell (Fabian Wirth). Als Sängerin traten Rosa Schlüpfer (Jana Gebhardt) und die Tänzerinnen Milla Döpfner, Lilli Kretzer und Alisa Kneuer auf.

Als Harry Potter verzauberten Noah Raab und Paul Wissmüller das Publikum. Als Dennis Schläger rockte Lukas Klauer mit Unterstützung von Cordula Grün (Leonie Klauer) und dem Gitarristen Philip Gebhardt die Bühne. Für Lacher sorgte Pedi Gree (Anne-Sophie Heueck), die mit ihren Hunden Hot (Lena Großkopf) und Dog (Jule Koppitz) auftrat. Im Einsatz waren zudem Nina Petri, Lea Raab (Kamerateam) sowie Franziska Seufert und Aaron Petri. Die großen Ministranten Maximilian Schenk, Anette Kneuer, Sebastian Jäger und Kristina Weinkauf hatten die Nummer einstudiert; Johannes Dumrauf legte die passende Musik dazu auf.