Ersatzgeschwächt blieben die Bayreuth Tigers am vergangenen DEL2-Wochenende sieglos. Nun wollen sie im Heimspiel gegen den EHC Freiburg (Freitag, 20 Uhr) und bei den Kassel Huskies (Sonntag, 18 Uhr) wieder punkten. Hoffnung macht vor allem die verbesserte Personalsituation.
So steht der zuletzt verletzt fehlende Stammtorhüter Tomas Vosvrda vor seiner Rückkehr in den Kader. Neu im Team ist Roman Tomanek, der sich in den kommenden zwei Partien für einen Vertrag empfehlen will. Werden alle Formalitäten rechtzeitig geklärt, kommt der 31-jährige Außenstürmer am Freitag zum Einsatz. Brisant: Bis 31. Oktober spielte Tomanek noch in Freiburg, kam dort auf eine Vorlage in 13 Partien, dann wurde sein Vertrag aufgelöst. Der slowakische Ex-Nationalspieler war im Sommer aus Bystrica in den Breisgau gewechselt.
Zudem hoffen die Bayreuther, dass die Förderlizenzspieler wieder zur Verfügung stehen. Ein Sieg gegen Freiburg würde auch die Bayreuther Chancen auf einen Play-off-Platz verbessern. Der EHC liegt nur drei Punkte hinter den zehnplatzierten Tigers.


DEL2

Bayreuth Tigers -
EHC Freiburg

Freiburgs Trainer Leos Sulak baute sein Team im Sommer speziell auf den Kontingentstellen um - mit mäßigem Erfolg. Deshalb wurden der Tscheche Jakub Babka und der Kanadier Marc Mancari für den Sturm nachverpflichtet. Gut funktioniert bisher die Reihe mit einheimischen Spielern: Niko Linsenmeier, Tobias Kunz und Chris Billich zeichnen für den Großteil der Treffer verantwortlich.
Die Abwehr um den tschechischen Torwart Miroslav Hanuljak sowie Alexander Brückmann und Neuzugang Jannik Woidtke spielt bislang eine solide Saison. Doch bei den Freiburgern hapert es gerade in fremden Hallen, wo sie drei Punkte gesammelt haben. Das erste Saisonduell mit den Tigers gewannen die Freiburger allerdings knapp mit 3:2 nach Verlängerung.

Kassel Huskies -
Bayreuth Tigers
Kassel hat sich nach durchwachsenem Saisonstart unter die Top Fünf der Liga gekämpft. Besonders die Nachverpflichtung von James Wisniewski (mehr als 500 NHL-Spiele) erwies sich als Glücksgriff. Der amerikanische Starverteidiger sammelte in seinen sechs Spielen überragende 15 Scorerpunkte. Mit Wisniewski holten die Huskies 13 Zähler.
Die größte Qualität der Hessen ist aber der ausgeglichene Kader um Topscorer Braden Pimm, so konnte auch der Ausfall von Manuel Klinge kompensiert werden. Neben Pimm und Wisniewski trägt das Kollektiv um die starken Torhüter Markus Keller und Mirko Pantkowski, Verteidiger Mike Little oder Ex-Bayreuther David Kuchejda und Evan McGrath die Nordhessen. Doch beim 2:1-Heimsieg nach Verlängerung zeigten die Bayreuther, dass auch Kassel schlagbar ist. red