Die Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Unterlauter brachte es an den Tag: Bei der Vereinigung handelt es sich offensichtlich weniger um einen Verein, eher um eine große Familie. Dies belegt auch das Interesse an der Hauptversammlung. Vorsitzender Stephan Höhn zeigte sich "baff" angesichts dessen, dass rund 23 Prozent der Mitglieder der Versammlung beiwohnten.
Der OGV Unterlauter war wieder viel in Sachen Dorfverschönerung unterwegs, so der Vorsitzende. So wurde unter anderem das Umfeld des Rathauses und das Ehrenmal am Friedhof einer gründlichen Pflege unterzogen. Unterstützt wurde auch das Projekt "Gärtnern mit Flüchtlingen".
Beworben hat sich der Verein beim Kreisverband für Garten- und Landschaftspflege um eine Allee, die an der Verbindungsstraße von Unterlauter nach Esbach entstehen könnte. Nachdem sich auch der OGV Dörfles-Esbach um dieses Projekt bemüht, könnte durch ein Miteinander eine tolle Allee entstehen, meinte Stephan Höhn. Erstaunt war er, als bei Arbeiten an der Streuobstwiese die alte Technik des Sensenmähens vor allem von jüngeren Mitgliedern nachgefragt wurde. "Wir werden deshalb einen Kurs zum Sensenmähen anbieten", ließ der Vorsitzende wissen. Als äußerst positiv bewertete er das gemeinsame Herbstfest mit dem OGV Oberlauter. "Hier wurde ein erster erfolgreicher Schritt aufeinander zu gemacht", betonte Höhn. Gelobt wurde der Verein auch für seinen "Ostergruß" der seit kurzem den Ortseingang von Unterlauter schmückt.
Den Mitgliederstand beziffert Höhn nach zwei Abmeldungen, sechs Todesfällen und 13 Neuanmeldungen mit 257. "Es ist eine beeindruckende Bilanz, die der OGV Unterlauter vorweisen kann", meinte Bürgermeister Sebastian Straubel. "Auch der OGV Unterlauter trägt im hohen Maß dazu bei, dass sich die Bürger in der Gemeinde wohlfühlen", betonte Straubel. Dank sagte er an Renate und Klaus Kachel, Horst Menzel und Wolfgang Scheler, die dafür sorgen, dass der Blumenschmuck in der Gemeinde keinen Wassermangel erleiden muss. Im Namen des Kreisverbandes konnte Stephan Höhn den "Blumenkrug", die höchste Auszeichnung des Kreisverbandes an Renate Forkel überreichen, die leider kurz nach der Ehrung verstorben ist.
In seinem letzten Kassenbericht informierte Gerold Dressel die Versammlung über die Einnahmen und Ausgaben des Vereins. Besonders hob er hier die hohe Spendenfreudigkeit der Mitglieder hervor. Nach 29 Jahren als erster Kassier sah er die Zeit gekommen, die Amtsgeschäfte in jüngere Hände zu legen. Stephan Höhn zollte dem scheidenden Kassier höchsten Respekt angesichts von dessen ehrenamtlichem Engagement.


Der Vorstand bleibt im Amt

Bei den turnusmäßigen Neuwahlen votierten die stimmberechtigten Anwesenden jeweils einstimmig für Stephan Höhn (1. Vorsitzender), Heidrun Menzner (2. Vorsitzende), Yvonne Skock (1. Kassiererin), Christa Pohl (2. Kassiererin), Diana Bähring (1. Schriftführerin), Hanne Geuther (2. Schriftführerin), Dagmar Dressel, Gerold Dressel, Sabine Menzel, Renate Kachel, Renate Forkel und Pia Höhn (Beisitzer), Manfred Menzel und Hartmut Friedrich (Kassenprüfer).
Die Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins bot dem Vorstand die Gelegenheit, sich bei langjährigen Mitgliedern für ihre Treue zu bedanken.
Seit 25 Jahren gehören dem OGV an: Rüdiger Stang, Frank Oppel, Monika Müller, Heike Huhndorf. Auf vier Jahrzehnte OGV kann Arnold Fischer zurückblicken. Seit einem halben Jahrhundert hält Klaus Taubmann dem Verein die Treue. Martin Rebhan