Informationen zu einer geplanten Ganztagsschule gab es in der Sitzung des Gemeinderats Priesendorf von Rektor Alexander Pfister. Dieser wies darauf hin, dass die Ganztagsschule immer mehr nachgefragt werde, da oft beide Elternteile berufstätig seien. Deshalb sei ab dem Schuljahr 2015/2016 die gebundene und die offene Ganztagsschule auch für die Grundschulen in Bayern eingeführt worden.
Da die Mittelschule Priesendorf-Lisberg-Walsdorf nur noch sehr wenige Mittelschüler habe, zwölf in der 8. Klasse und 21 Schüler in der 9. Klasse, komme die Einführung einer Ganztagsschule in erster Linie für die Grundschule in Frage. Sowohl die gebundene als auch die offene Ganztagsschule sei für die Eltern - bis auf das Mittagessen - kostenfrei. Dies sei ein wesentlicher Vorteil gegenüber einem Hort, der aber den Vorteil habe, dass die Kinder auch während der Ferien betreut würden.
Wesentlicher Unterschied zwischen der gebundenen und der offenen Ganztagsschule sei der verpflichtende Nachmittagsunterricht an mindestens vier Nachmittagen an der gebundenen Ganztagsschule. Ein weiteres Merkmal dieser Schulform sei, dass die Betreuung und der Unterricht der Schüler ausschließlich von Lehrkräften geleistet werde.
Die gebundene Ganztagsschule sei aber nur klassenweise möglich. Die offene Ganztagsschule sei dagegen nicht so streng strukturiert. Hier genüge die Beschulung an mindestens zwei Nachmittagen. Die Hausaufgabenbetreuung erfolge nicht durch Lehrkräfte, sondern könne auch durch pädagogisches Personal geleistet werden. Die Organisation einer offenen beziehungsweise gebundenen Ganztagsschule habe die Schule zu übernehmen. Die Anträge müsse die Verwaltung der Verwaltungsgemeinschaft stellen.
Da die Anträge bis spätestens März 2017 gestellt werden müssen, sei eine rechtzeitige Elternbefragung notwendig. Diese sollte bereits im Oktober 2016 durchgeführt werden. Zudem müsse bei einer offenen Ganztagsschule ein Träger, wie die Arbeiterwohlfahrt, für die Mittagsbetreuung angestrebt werden.


Linde bald Vergangenheit

"An den Kragen" geht es einer Linde in der Hans-Rust-Straße, da die Wurzeln der Linde bereits den Gehweg angehoben hätten und eine Beschädigung der Einfriedungsmauer drohe - der Gemeinderat stimmte mit 10:0 für diese Maßnahme.
Als dringlichen Tagesordnungspunkt beschloss der Gemeinderat weiter, für 1442 Euro einen Sargwagen anzuschaffen.
Über den Bau des Seniorenheims in Priesendorf und den Bau von Windkraftanlagen fragte Robert Seyfried (SPD) bezüglichen der zeitlichen Planung nach. Die Bürgermeisterin klärte auf, dass beim Seniorenheim die Planung erstellt sei, die Windkraftanlagen seien bereits seit 2014 genehmigt, allerdings habe die Gemeinde Priesendorf keinen Einfluss auf die Abwicklung des Baus.