Die Entwicklung der Ganztagsbeschulung an der Realschule und den beiden Gymnasien in Kulmbach ist nach den Worten von Sachgebietsleiter Achim Geyer sehr erfreulich. Landrat Klaus Peter Söllner (FW) sprach im Schul- und Sozialausschuss sogar von außergewöhnlichen Zahlen: "Die Situation in unserem Landkreis kann sich absolut sehen lassen!" Der Grund ist laut Söllner vor allem darin zu suchen, dass der Landkreis und die Schulen bereits frühzeitig die Weichen für das Ganztagsangebot und die entsprechenden Anträge gestellt haben.


Schülerzahl steigend

Wie Achim Geyer aufzeigte, wurden und werden die Betreuungsgruppen der offenen Ganztagsschulen an den weiterführenden Schulen Kulmbachs gut angenommen: "Die Zahl der betreuten Gruppen sowie die Gesamtzahl der Schüler ist als kontinuierlich hoch zu betrachten. Abgesehen von einigen Spitzen ist die absolute Zahl der Schüler langsam aber stetig steigend." Seit dem Schuljahr 2013/14 werden an beiden Gymnasien die 5. und 6. Klassen nach einer vom Schul- und Sozialausschuss beschlossenen Erweiterung nunmehr auch in der 7. und 8. Jahrgangsstufe fortgeführt. Die Klassen- und Schülerzahlen in der gebundenen Ganztagsbetreuung schwanken insbesondere wegen der stetigen Konkurrenz zur offenen Ganztagsbetreuung, scheinen sich jedoch nun auf einem hohen und leicht ansteigenden Niveau einzupendeln, wie Achim Geyer anmerkte. Insgesamt stellte Geyer fest, dass beide Formen der Ganztagsbetreuung an den Kulmbacher Schulen in der Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises fest etabliert sind und von den Eltern und Schülern gut angenommen werden.
Zählte man im Schuljahr 2009/10 noch 136 Ganztagsschüler, so sind es im laufenden Schuljahr 352, und für das Schuljahr 2016/17 wird eine Prognose von 374 Schülern gestellt. Sachgebietsleiter Achim Geyer: "Das ist als Erfolg zu werten!"
Als entscheidend für den Erfolg der Ganztagsangebote sah Geyer das große Engagement der Schulleitungen sowie der Lehrer für die Ganztagesbetreuung: "Doch auch der Landkreis Kulmbach hat an vielfältigen Stellen maßgeblichen Anteil am großen Erfolg der Ganztagsbeschulung an seinen Bildungseinrichtungen." Achim Geyer erwähnte hier die Bereitstellung neuer beziehungsweise sanierter Räumlichkeiten für die Ganztagsbetreuung. Hinzu kommt noch der Kommunalanteil von künftig 5500 Euro (bislang waren es 5 000 Euro) pro Ganztagsbetreuungsgruppe beziehungsweise -klasse. Dieser Kostenanteil betrug bisher 75 000 Euro und wird nach der Erhöhung auf 5500 Euro im kommenden Schuljahr 88 000 Euro betragen.


Voll etabliert

Achim Geyer ging auch auf die Gesamtsituation der Ganztagsbeschulung im Landkreis Kulmbach im Vergleich zur Situation im Regierungsbezirk Oberfranken und in ganz Bayern ein. So gibt es in Oberfranken 19 gebundene Ganztagsklassen an Gymnasien, hiervon befinden sich allein sechs Klassen im Landkreis Kulmbach. Was die Realschulen angeht, so verfügen in Oberfranken zehn von insgesamt 28 Realschulen über ein gebundenes Ganztagsangebot, eine davon die Carl-von-Linde Realschule in Kulmbach. Achim Geyer abschließend: "Beide Formen, das offene Ganztagsangebot und das gebundene Ganztagsangebot, haben sich bei uns absolut etabliert und werden auch fest angenommen." Er gab noch die Zahlen für den Besuch der offenen und gebundenen Ganztagsbetreuung für das kommende Schuljahr bekannt: Realschule: 113 Schüler. MGF: 98 Schüler. CVG: 95 Schüler.