Auf ihren Geburtsort Sand, der zukünftig auch in ihrem Ausweis stehen wird, kann die kleine Lea stolz sein. Das junge Fräulein wurde nämlich am 17. Mai in der Korbmachergemeinde geboren, zu Hause bei seinen Eltern Katharina und Sven Ganter.

Ruhig und zufrieden liegt Lea in ihrem Bettchen, als ob nichts gewesen wäre. Ihre Mutter Katharina weiß aber von einer aufregenden Nacht zu berichten: "Die ersten Wehen setzten ein, und ich habe sofort meinen Mann geweckt, denn der eigentliche Geburtstermin war schon um ein paar Tage überzogen."

Während Sven Ganter das Auto abfahrbereit fürs Krankenhaus machte und das Handgepäck seiner Frau im Wagen verstaute, ging sie noch einmal zur Toilette, ohne zu ahnen, was ihr bevorstand. "Auf einmal setzten plötzlich schon die Presswehen ein", sagt die junge Mutter.

Während ihre Schwiegereltern, die im gleichen Haus leben, den Notarzt riefen, eilte ihr Mann Sven zu Hilfe. Nach ein paar Minuten war dann Tochter Lea geboren, die bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes in warme Tücher gehüllt wurde. Nach dem Durchtrennen der Nabelschnur wurde die Kleine mit ihrer Mutter in das Bamberger Klinikum gebracht. Das 3260 Gramm schwere und 52 Zentimeter große Mädchen ist kerngesund und durfte bereits nach zwei Tagen mit seiner Mama Katharina die Heimreise nach Sand antreten. Dort freute sich auch schon der zweijährige Ben auf sein Geschwisterchen.

Zu der aufregenden Geburt, die den Eltern unvergesslich bleiben wird, gratulierte auch Bürgermeister Bernhard Ruß persönlich. "Es gibt Schlimmeres, als in Sand geboren zu sein", scherzte Bernhard Ruß, nach dessen Erinnerung es die erste Hausgeburt seit langer Zeit war.