Beim Ganghofertrail im Tiroler Leutaschtal mussten 21,8 Kilometer und 300 Höhenmeter absolviert werden. Daniel Götz ließ sich den Trail in seiner "zweiten Heimat" nicht nehmen und lief vom Start weg auf Rang zwei hinter dem Führenden Maximilian Thorwirth, einem Düsseldorfer Mittel- und Langstreckenläufer der deutschen Spitze. Nach fünf Kilometern, die bergab führten, betrug der Rückstand nur etwa 15 Sekunden und so setzte Götz auf die folgenden Bergaufpassagen.

Leider fehlte dem Wildenheider an diesem Tag allerdings die Kraft, um seine eigentliche Stärke als Siebtplatzierter der Deutschen Berglaufmeisterschaften von 2019 voll auszuspielen. Als die Strecke nach 14 Kilometern erneut am Start- und Zielbereich vorbeiführten, hatte sich der Rückstand bereits auf 1:15 Minuten potenziert. Götz erkannte, dass an diesem schwülwarmen Sommertag nicht mehr drin ist und lief fortan in einem gedrosselten Tempo zu Ende.

Das Ziel erreichte er schließlich nach 1:21:51 Stunden und damit 2:23 Minuten hinter dem Erstplatzierten, der noch der Männer-Hauptklasse angehört. Die Altersklasse der M30 gewann der Wildenheider souverän. Während Götz direkt nach seinem Zieleinlauf bereits wieder zu Scherzen mit den Einheimischen aufgelegt war, welchen Berg er denn nun am Nachmittag noch besteigen solle, musste der Sieger eine halbe Stunde lang von der Bergwacht notärztlich behandelt werden. "Das war heute ein solider Trainingslauf. Bis zum Rennsteiglauf im Oktober gibt es noch einiges zu tun", sagte der 32-Jährige - und saß einen Tag später wieder für 125 Kilometer auf seinem Rennrad. "Zum Ausradeln", wie er augenzwinkernd hinzufügte. dgö