Bei guter Gesundheit feierten Cäcilia und Johann Galster in Weingarts ihre diamantene Hochzeit. Sie blicken auf ein bewegtes Leben zurück und sind eine Institution in ihrem Heimatdorf.

Johann Galster zog in jungen Jahren in die Welt hinaus, absolvierte in Rheinhausen eine "Berglehre" und war zunächst als Steiger im Bergbau in Essen tätig. Letztlich waren die Bande an die Heimat aber doch stärker. Er suchte seinen weiteren beruflichen Weg zu Hause.

Auf dem damaligen Schwanenwirt-Tanzboden von Mittelehrenbach lernten er seine spätere Frau Cäcilia, eine geborene Bauernschmitt aus Regensberg, näher kennen und lieben. In der Pfarrkirche St. Georg Weingarts gaben sie sich 1959 das Jawort. 1961 bauten sie sich in Weingarts auch ihr eigenes Heim. Die Musik bestimmte ihr ganzes Leben. Mit 19 Jahren übernahm der Jubilar bereits die musikalische Leitung des Gesangvereins in Weingarts und versah diese Aufgabe 50 Jahre lang. Noch länger spielte er die heimische Kirchenorgel und half bereitwillig in der Nachbarschaft aus. Erst vor einem Jahr trat er von dieser Funktion zurück. Johann Galster gründete eine Musikkapelle und einen Kinderchor. Über 25 Jahre lang erlebte er mit den jungen Sängern große Höhepunkte landesweit.

Da wundert es nicht, wenn seine Ehefrau sagt: "Wir ordneten der Musik alles unter." Und sie taten es offensichtlich gerne. Bürgermeister Konrad Ochs (CSU) gratulierte im Namen der Gemeinde Kunreuth. Er erinnerte daran, dass der Jubilar eine geschätzte Brennerei besaß und über Jahre leidenschaftlicher Jäger war. Das Jubelpaar verkörpert so einen Teil Weingartser Geschichte. Seitens des Landkreises Forchheim überbrachte Landrat Hermann Ulm (CSU) die besten Glück- und Segenswünsche. gal