Mit der neuen Radverkehrsführung am Heinrichsdamm ist die GAL-Stadtratsfraktion überhaupt nicht zufrieden und will diese baldmöglichst wieder radfahrfreundlicher gestalten. Dahin zielt der jüngste Antrag von Petra Friedrich und Peter Gack ab.
Auch mehrere Bürger hätten sich über die neue Einbahnregelung in dem Straßenstück zwischen Kettenbrücke und Luitpoldbrücke beschwert, so die GAL, aber erst nach monatelanger Wartezeit Antwort aus der Verwaltung erhalten. Fakt sei, dass die Baustelle auf der anderen Seite der Kettenbrücke, wo nahe der Königstraße die Baulücke an der Kettenbrückstraße geschlossen wird, Grund für die neuen Vorschriften sei. Laut Verwaltung könnten die Baustellenfahrzeuge von dort nur über den Heinrichsdamm Richtung Luitpoldbrücke abfahren, weshalb die Einbahnrichtung für den motorisierten Verkehr umgedreht worden sei.
"Zusätzlich wurde damit aber auch der Radverkehr, der vorher in beide Richtungen möglich war, nur noch in eine Richtung erlaubt", so die Grünen.
Friedrich und Gack halten diese Behinderung des Radverkehrs für überzogen. "Wenn man sich vor Ort umhört, wird kaum Baustellenverkehr beobachtet - und für die paar Fahrzeuge am Tag gleich den gesamten entgegenfahrenden Radverkehr zu verbieten, ist nicht angemessen", meint Friedrich. Und Gack ergänzt: "Die Straße ist völlig übersichtlich, sodass bei entsprechender Geschwindigkeitsbegrenzung und gegenseitiger Rücksichtnahme Fahrrad und Lkw durchaus aneinander vorbei kommen, zumal ein Ausweichen auf den Gehweg leicht möglich ist." red