Die Grün-Alternative-Liste Bamberg (GAL) freut sich über den jüngsten Vorstoß von CSU und FDP zur zukünftigen Gestaltung der Langen Straße (FT vom 30. Oktober). "Es freut uns sehr, dass die beiden Parteien nun endlich grüne Ideen zur Langen Straße unterstützen", lassen sich die GAL-Vorstandsmitglieder Christian Hader und Jonas Glüsenkamp in einer Pressemitteilung zitieren. Die GAL fordere seit Jahren den Umbau der Langen Straße zu einem sogenannten shared space (verkehrsberuhigter Bereich), in dem sich alle Verkehrsteilnehmenden den Straßenraum gleichberechtigt teilen. "Auch mehr und mehr Wirtschaftstreibende vor Ort wünschen sich eine solche Lösung", kommentiert Jonas Glüsenkamp.

Hinsichtlich des Ziels von mehr Aufenthaltsqualität liegt die Lösung laut Vorstandskollege Christian Hader auf der Hand: "CSU und FDP machen zwar nun grüne Verkehrspolitik, trauen sich aber nicht auszusprechen, was jeder Stadt- und Verkehrsplaner weiß: Mehr Aufenthaltsqualität gibt es nur mit weniger Autoverkehr." Dass die Idee des shared space dabei hervorragend funktioniere, zeige der Bereich um die Kettenbrücke und die Hauptwachstraße. Seit dem Umbau in einen verkehrsberuhigten Bereich habe sich das Kfz-Aufkommen um 75 Prozent reduziert, wogegen der Fuß- und Radverkehr das Areal erobert habe.

Rücksicht ist gefragt

Einen Radweg, wie von der FDP gefordert, brauche es dann nach Meinung der GAL-Verantwortlichen nicht mehr, da der vorhandene Straßenraum in Analogie zur Hauptwachstraße/ Kettenbrücke von allen Verkehrsteilnehmenden gleichberechtigt und in der gesamten Breite genutzt werden kann, wobei der motorisierte Verkehr besondere Rücksicht auf den nicht motorisierten Verkehr nehmen müsse.

"Wir brauchen eine Stadt für Menschen, nicht für Autos", betont Glüsenkamp und fordert gemeinsam mit Hader, dass den Worten nun auch Taten folgen: "Wir freuen uns, wenn bereits zum kommenden Haushalt von der Groko Planungsmittel für shared-space in der Langen Straße eingestellt werden." red