Bamberg — Der Arbeitskreis der Welterbe-Altstädte ist eine illustre Reihe von sieben Städten, deren Beauftragte sich jetzt in Bamberg trafen. Quedlinburg gehört ebenso dazu wie Lübeck und Goslar.
Von besonderem Interesse für Bamberg war der Erfahrungsaustausch mit Regensburg, Stralsund und Wismar, die bereits etablierte Welterbe-Besucherzentren besitzen und wichtige Hinweise zur Einbindung in das städtische Umfeld geben konnten. Auch Bamberg plant bekanntlich ein Welterbe-Besucherzentrum in den Unteren Mühlen. Regensburg sprach eine Einladung an Bamberg aus, das dortige Welterbe-Besucherzentrum zu besuchen. Eine ähnliche Gelegenheit bietet zudem die nächste Sitzung des Arbeitskreises, die im April 2016 in Wismar stattfinden wird.
Zur Eröffnung der Tagung wies Bürgermeister Christian Lange (CSU) auf die aktuellen Projekte des Zentrums Welterbe Bamberg hin. Etwa die Erarbeitung eines neuen Welterbe-Managementplans. Dieses von der Unesco geforderte Instrument diene dem Schutz, der Nutzung, der Pflege und der nachhaltigen Entwicklung des Welterbes "Altstadt von Bamberg".
Ein weiteres Leuchtturm-Projekt sei die Errichtung eines Welterbe-Besucherzentrums auf dem Areal der Unteren Mühlen. "Der Standort ist ideal, da er zentral im Welterbe gelegen ist. Die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich von dort zu Fuß erreichen", sagte Lange. Das Treffen wurde durch eine Führung durch das Diözesanmuseum abgerundet. Die kostbaren Exponate hinterließen bleibenden Eindruck bei den Gästen. Auf der Tagesordnung standen sowohl die aktuellen Erweiterungsvorhaben deutscher Welterbestätten als auch die Chancen, die das Erbe der Menschheit als verbindender Faktor in Verbindung mit kultureller Integration birgt. Auch die mutwillige Zerstörung von kulturellem Erbe durch den so genannten Islamischen Staat wurde angesprochen. red