Wie hat sich der Mensch seine Gärten durch die Jahrhunderte erträumt? Welche Werte und Ideen stecken dahinter, welchen Nutzen hat er sich davon versprochen? Diesen und anderen Fragen geht die Wanderausstellung "Gärten in Unterfranken - Mensch & Natur im Porträt" nach, die der Bezirk Unterfranken in Kooperation mit dem Museum für Franken präsentiert. Im Interkommunalen Bürgerzentrum der Stadt Hofheim wurde nun am Donnerstag diese Ausstellung eröffnet, die dort noch bis zum 31. Januar jeweils montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr zu sehen ist.

Der Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU) zeigte sich als Hausherr stolz, dass es gelungen sei, diese Ausstellung nach Hofheim zu holen. Er wünschte sich zahlreiche Besucher.

Ob Erholung, Ernährung oder Demonstration von Macht und Reichtum: Es gibt viele Gründe, warum sich Menschen Gärten angelegt haben und weiterhin anlegen. Diese gartenkulturelle Vielfalt spiegelt sich auch in der reich bebilderten Ausstellung, die sich an ein breites Publikum richtet: an Gartenliebhaber, Naturfreunde, Familien.

Im Fokus

Die Schau stellt attraktive unterfränkische Gärten in den Fokus, die von Interessierten besucht werden können, und gibt zudem einen historischen Überblick über die Gartenentwicklung in der Region. Viel Mitmachelemente, Tast- und Schauobjekte unterstreichen die Sinnlichkeit des Themas "Garten".

Die Ausstellung fokussiert die Garten-Mensch-Beziehung und stellt neben international bekannten Gärten bürgerliche Gartenanlagen, ländliche Nutzgärten, elegante Kurparks und Privatgärten vor. Darunter auch den Landschaftspark Bettenburg, welcher durch die Bettenburger Tafelrunde mit Christian von Truchseß, Friedrich Rückert oder Gustav Schwab eine besondere Bedeutung für die Haßberge hat.

"Bevor Steinwüsten vor dem Haus entstehen, sollte man sich lieber einen Naturgarten zulegen", war die Meinung von Bezirktagspräsident Erwin Dotzel, der zur Eröffnung nach Hofheim gekommen war. "Willst du ein Leben lang glücklich sein, dann schaff dir einen Garten an", mit diesem chinesischen Sprichwort unterstrich Dotzel, dass ein Garten Lebensfreude ausstrahlt, die man spüren kann. Auch wenn die Jugend teilweise etwas anders reagiert und makelloses Obst oder Gemüse aus dem Supermarkt bevorzugt, sei doch das Angebaute im eigenen Garten die bessere Alternative.

Schmunzelnd fügte der stellvertretende Landrat Oskar Ebert hinzu, dass einer seiner Enkel schon auf dem richtigen Weg sei. Der Junge esse nämlich ausschließlich Äpfel, die sein Opa im eigenen Garten gepflückt hat.

Auch der Landkreis Haßberge verfüge selbst über eine große Bandbreite an Privatgärten, wie Wohn- und Nutzgärten bis hin zu öffentlichen und privaten Freiflächen, sagte Ebert bei der Veranstaltung in Hofheim. cl