Zeitlofs — Erneut um die Amateurfunkanlage in der Hochstraße in Roßbach ging es bei der Sitzung des Zeitlofser Marktgemeinderats. Den Räten lag ein Antrag der Amateurfunkgegner vor, eine Abstimmung im Gemeinderat darüber durchzuführen, ob Amateurfunk im Markt Zeitlofs gewünscht wird oder nicht, und ob mit einer Bausatzung ein weiterer Zuzug und Aufbau solcher Anlagen verhindert werden soll oder nicht.
Die Räte stellten fest, dass der Marktgemeinderat Bundesrecht weder aufheben noch ändern könne. Er könnte aber durchaus beschließen, dass Amateurfunk in Zeitlofs nicht gewünscht wird. Eine Möglichkeit, diesen Beschluss umzusetzen und bestehenden Amateurfunk zu verbieten oder zukünftig Amateurfunk zu verhindern, bestehe aber nicht.

Unter der Höchstmarke

Die Gemeinde habe die Bundesnetzagentur kontaktiert, die aber telefonisch darauf hingewiesen habe, dass die Summe der Strahlung aller vorhandenen Funkgeräte weit unter der zulässigen Höchstmarke liege. Auch habe das Gesundheitsamt mitgeteilt, dass bei Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Werte und Abstände eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung nicht zu erwarten sei.
Zweiter Bürgermeister Roland Limpert (CSU/FB) berichtete vom Gespräch, dass er und Bürgermeister Wilhelm Friedrich (CSU) mit der Familie, die die Amateurfunkanlage betreibt, geführt hatte. Bei dem Gespräch sei keine Verbesserung der Situation für die Nachbarn erreicht worden.

Ortstermin vorgeschlagen

Roland Fischer (FWG) schlug vor, dass Vertreter der Bundesnetzagentur zu einem Ortstermin eingeladen werden, bei dem auch die Räte und Einwohner von Roßbach anwesend sind. Der Bürgermeister wird sich hierzu mit der Bundesnetzagentur in Verbindung setzen. Zusammenfassend erwähnt er, dass der Marktgemeinderat den Amateurfunkanlagen ablehnend gegenüber stehe. Ein Beschluss hierzu wurde aber nicht gefasst. Auch die Stromtrasse Südlink kam auf den Tisch: Wilhelm Friedrich verlas ein Schreiben vom Freiherr Hans-Karl von Thüngen als Eigentümer des Forstbetriebes Heilsberg und des Schlosses Heilsberg mit Umgriff. Dieser spreche sich entschieden gegen die Monstertrasse entlang der schon verlegten Gasleitung direkt vor dem Schloss Heilsberg sowie durch seinen Wald aus.

Trassen abgelehnt

Für das Gemeindegebiet lehnte der Gemeinderat die Trassen neben der Gasleitung und neben der Schnellbahn ab. Beide Trassen liegen viel zu nah an den einzelnen Ortschaften, was zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Anwohner führen würde. Zweiter Bürgermeister Limpert kritisierte das Verhalten und die Planung von Tennet, das letztendlich dazu führen soll, dass Gemeinden beziehungsweise Regionen gegeneinander aufgehetzt würden.

Enttäuscht über Teilnahme

Bürgermeister Friedrich zeigte sich enttäuscht darüber, dass bei der Terminplanung am letzten Donnerstag nur sechs Vereine vertreten waren. Er betont, dass bei konkurrierenden Veranstaltungen Ausschankgenehmigungen nur an die Vereine erteilt werden, die bei der Terminplanung vertreten waren oder ihre Termine gemeldet hatten. red