Christoph Böger "Unsere Nationalspielerinnen hängen derzeit natürlich in der Luft." Und dabei sollten sie doch eigentlich auf dem Wasser paddeln ...

Thomas Knöpfel, Vorsitzender des Paddel- und Segelclubss Coburg-Schney, bewundert seine Sportlerinnen, die derzeit nicht wissen, wie und wann es für sie weitergeht. Die Weltmeisterschaften in Rom sind bereits auf das nächste Jahr verschoben. Doch was wird aus der Bundesliga und der deutschen Meisterschaft? Für Anfang August plant der Klub sein eigenes großes Kanupoloturnier.

Die Coburger Elitespielerinnen Pia Schwarz, Jule Schwarz, Nele Schmalenbach, Leonie Wagner und Annika Knöpfel, die Tochter des Vorsitzenden, hielten sich in den letzten Wochen fit. Jede für sich, ganz individuell: "So viel Eigenmotivation und Disziplin musst du erst einmal aufbringen", zollt Knöpfel allerhöchsten Respekt. Aber zumindest ist die kontaktlose Ausführung des Trainings- und Sportbetriebs seit Mitte Mai wieder gestattet. Momentan findet das Mannschaftstraining des PSC in Kleingruppen von maximal fünf Personen statt.

Auch die Tore sind wieder auf dem Wasser und können genutzt werden. Weil aber auf dem Wasser ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen den Sportlern gewahrt werden soll, findet zurzeit noch kein Angriff-Abwehr Training statt. Sondern es wird weiter an Kondition und Technik gefeilt. Nicht nur die Leistungssportler, sondern auch die vielen "Wasserratten", die beim PSC ihrem Hobby frönen, sollen schnell wieder auf ihre Kosten kommen.

Neu: Stand-up-Paddling

Und da verspricht Knöpfel sogar eine Neuerung: "Wir bieten jetzt auch Stand-up-Paddling an. Wir stecken da zwar noch ein wenig im Anfängermodus, doch insgesamt klappt das schon ganz gut", freut sich der Funktionär über die neueste Aktivität und das Zusatzangebot seines Klubs.

Der Verein hat Maßnahmen beschlossen, die zur Öffnung des Vereinsgeländes und der Sanitäranlagen notwendig waren. Dazu Knöpfel: "Wir als Verein, und natürlich auch jeder Einzelne, müssen uns an geltende Regeln halten und in unserem Rahmen die Weiterverbreitung des Coronavirus so gut es geht eindämmen und für die Nachvollziehbarkeit eventueller Infektionsketten sorgen." Alle Sportler führen bereits eine Liste, auf der protokolliert wird, wann welche Mannschaft trainiert hat.

Für die Reinigung der Sanitäranlagen wurde eine Putzfirma beauftragt. Knöpfel und sein Team nehmen die Corona-Pandemie ernst und haben alle Mitglieder "geimpft", sich der Krise entsprechend zu verhalten. "Jeder Einzelne trägt mit seinem Verhalten dazu bei, dass wir wieder zu einem angenehmen Vereinsleben zurückkehren können", meint der PSC-Chef.