Der Andrang war groß. Kurz vor Einlass um 9 Uhr bildete sich bereits eine Schlange vor dem Haupteingang der Tettauer Festhalle. Ihr Ziel: Der "2. Funk-, Elektronik und Computerflohmarkt". Der Organisator, Manfred Suffa, zog ein zufriedenes Fazit. Die zweite Auflage des fünfstündigen Flohmarkts sei ein voller Erfog gewesen. "Die Besucher mit der weitesten Anreise kamen aus dem Schwarzwald und aus dem Raum München", sagte Suffa.
Die Halle füllten insgesamt 300 Elektronikbegeisterte - ein großer Teil mit einem offiziellen Amateurfunk-Rufzeichen. Bevor die Veranstaltung nach Tettau kam, gab es den traditionsreichen Markt in Nürnberg und Neumarkt in der Oberpfalz, der allerdings eingestellt wurde, da die Kosten in "utopische Höhen stiegen", erklärt Suffa. Nur durch niedrige Unkosten auf dem Lande sei es möglich, so eine Veranstaltung zu organisieren.


Ein besonderes Schmankerl

Der Tettauer Markt habe aber gar nicht den Anspruch, Gewinn zu machen, sodass die Standgebühren seher niedrig sind. Unterstützt wurde Suffa von zehn funkbegeisterten Helfern aus dem Kreis Kronach. "Ich hoffe, dass der Überschuss reicht, um jedem Helfer ein Dankeschön-Essen zu spendieren", sagt Suffa. Er sei sich bewusst, dass die Elektronikbastler immer weniger werden und der Lötkolben durch den "Schiebefinger" auf den Computer ersetzt werde. Noch gebe es aber eine stattliche Anzahl an Technik-Fans, die vor allem das umfangreiche Zubehör zu ihrer Funkstation und auch die Antennen selbst baut. "Da sind solche Märkte eine Goldgrube", meint Suffa.
Ehemals teuere Teile, die von Industrie und Behörden aussortiert wurden, seinen nun in Tettau zu einem Bruchteil des Neupreises zu haben. Besondere Schmankerl seien unter anderem hochwertige Messgeräte, die vor Jahren noch fünfstellige Beträge kosteten. red